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Erlanger Demenzforscher erhalten Preis für MAKS-Therapie | BR24

© Klinikum Nürnberg / Giulia Iannicelli

Ausgezeichnetes Forscherteam: Prof. Dr. Frank Erbguth, Prof. Dr. Elmar Gräßel und Prof. Dr. Markus Gosch (v.l.n.r.)

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    Erlanger Demenzforscher erhalten Preis für MAKS-Therapie

    Freude an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Uniklinikums Erlangen: Ein Forscherteam vom Zentrum für Versorgungsforschung ist für seine Demenz-Studie zur MAKS-Therapie mit dem Theo und Friedl Schöller-Preis 2018 ausgezeichnet worden.

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    Elmar Gräßel und sein Team vom Zentrum für Versorgungsforschung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Uniklinikums Erlangen haben den Theo und Friedl Schöller-Preis 2018 erhalten. Die Forscher haben nachgewiesen, dass sich das Fortschreiten von Demenz durch die sogenannte MAKS-Therapie auch in der Tagespflege verlangsamen oder sogar aufhalten lässt, teilte das Uniklinikum mit.

    MAKS steht für motorische, alltagspraktische, kognitive und sozial-kommunikative Fähigkeiten und wird in Pflegeheimen bereits zur Behandlung von Demenz eingesetzt.

    Vergleichsstudie in 32 Tagespflegeeinrichtungen

    Nun haben die Mediziner in einer sechsmonatigen Studie die MAKS-Therapie in 32 Tagespflegeeinrichtungen durchgeführt, darunter auch drei Einrichtungen aus Nürnberg und dem Landkreis Nürnberger Land, hieß es vom Uniklinikum. Eine Vergleichsgruppe habe die in den Tageseinrichtungen übliche Beschäftigungstherapie erhalten. Das Ergebnis: Bei allen Teilnehmern, die nach der MAKS-Therapie trainierten, seien die kognitiven Fähigkeiten im Studienzeitraum stabil geblieben. Bei der Vergleichsgruppe hätten sich die Fähigkeiten nach und nach verschlechtert.

    MAKS-Therapie: schnell und unkompliziert anwendbar

    Nach Angaben des Uniklinikums sei für den Wissenschaftlichen Beirat des Schöller-Preises bei der Auswahl der Preisträger vor allem ausschlaggebend gewesen, dass die MAKS-Therapie schnell und unkompliziert in der Praxis angewendet werden kann. Therapeuten in den Tagespflegeeinrichtungen könnten in einer dreitägigen Schulung lernen, wie sie die MAKS-Therapie in Gruppen einsetzen.

    Der Schöller-Preis prämiert wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Altersforschung und ist mit 20.000 Euro der am höchsten dotierte Preis in der deutschen Altersmedizin.