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CSU Erlangen will mehr Kurzstreckenflüge | BR24

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Erlangen hat als erste Stadt in Bayern den Klimanotstand ausgerufen. Der CSU-Kandidat für das Bürgermeisteramt fordert nun aber nicht weniger, sondern mehr Kurzstreckenflüge von Nürnberg aus - der Wirtschaft zuliebe.

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CSU Erlangen will mehr Kurzstreckenflüge

Die Erlanger CSU-Stadtratsfraktion hat an OB Jannik einen Antrag gestellt, in dem sie die Ausweitung von Kurzstreckenflügen am Airport Nürnberg fordert.

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Die Erlanger CSU-Stadtratsfraktion will den Kurzstreckenflugverkehr ab Nürnberg ausbauen. Sie hat einen Antrag an dem amtierenden SPD-Oberbürgermeister Florian Janik gestellt. Dieser muss nun im Stadtrat diskutiert werden. Hintergrund ist die Anbindung des Wirtschaftsstandorts. Der CSU-Stadtrat und OB-Kandidat Jörg Volleth erklärt: "Wir wollten zeigen, dass es auch eine andere Sichtweise auf die Dinge gibt, nämlich den Wirtschaftsstandort Erlangen und den Standort zu stärken. Deshalb wollten wir unsere Stimme erheben für den Flughafen Nürnberg, damit die Wirtschaftsregion Mittelfranken weiterhin stark angebunden ist."

OB Janik setzt auf die Bahn

Vor Kurzem hat OB Florian Janik für seine Stadt Erlangen den Klimanotstand ausgerufen. Er findet die Forderung des CSU-Rivalen Volleth rückwärtsgewandt und setzt stattdessen auf die Bahn.

Unterstützung für die Unternehmen der Region

Volleth verweist derweil auf hiesige Unternehmen, die bereits jetzt Probleme hätten, ausländische Besucher unkompliziert nach Franken zu lotsen. Speziell nennt er Siemens, Adidas, das Fraunhofer Institut und Schaeffler. Diese müsse man unterstützen: "Wir möchten für die Unternehmen, die in Erlangen sitzen, dass sich ihre Mitarbeiter relativ leicht in alle Teile der Welt bewegen können und deswegen ist es aus unserer Sicht wichtig, den Flughafen Nürnberg auszubauen, denn die einzige Alternative, die es geben würde, wäre die Deutsche Bahn. Und der Flughafen München, also das nächste internationale Drehkreuz, ist durch die Deutsche Bahn von Erlangen aus sehr schlecht erreichbar."

Novartis-Mitarbeiter reisen verstärkt mit dem Zug

Das Pharmaunternehmen Novartis in Nürnberg überlässt die Wahl des Reisemittels seinen Mitarbeitern. Allein am Standort Nürnberg haben die innerdeutschen Fahrten mit der Bahn im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent zugenommen. Die Angestellten sehen durchaus Vorteile beim Bahn fahren. Katrin Sparks von Novartis erklärt: "Wir haben Vielfahrer, die die Bahn viel nutzen, weil sie auch Bahncards haben, das ist schon mal ein Anreiz. Aber auch, weil sie die Bequemlichkeit in der Bahn sehen, sich dort entspannen und auch arbeiten zu können." Bei Reisen ins Ausland müssten die Mitarbeiter zwar auch auf das Flugzeug zurückgreifen, grundsätzlich strebe man aber weiterhin einen umweltfreundlichen Kurs an. Und dieser stütze sich unter anderem auf Bahnfahrten als Ersatz für Kurzstreckenflüge.