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© Ingenieurbüro Grassl GmbH, München/ZV StUB
Bildrechte: Ingenieurbüro Grassl GmbH, München/ZV StUB

So könnte eine Brücke über den Regnitzgrund aussehen (Visualisierung)

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    Erlangen: Zwei Jahre Bauzeit für neue StUB-Brücke

    Die Preisausschreibung für die geplante Brücke für die Stadt-Umland-Bahn (StUB) über den Regnitzgrund in Erlangen hat ein Ingenieurbüro aus München gewonnen. Die Brücke soll eine Bauzeit von zwei Jahren haben und hundert Jahre halten.

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    Von
    • Daniel Peter
    • Jonas Miller

    Die geplante Brücke für die Stadt-Umland-Bahn (StUB) über den Regnitzgrund in Erlangen könnte vom Ingenieurbüro Grassl GmbH in München gebaut werden. Das Unternehmen hat sich mit seinem Entwurf gegen vier weitere Wettbewerber durchgesetzt.

    Neue StUB-Brücke soll 26 Millionen Euro kosten

    Der Brückenentwurf, der S-förmig durch den Regnitzgrund und über die Regnitz gebaut werden könnte, hat eine Gesamtlänge von 1.500 Metern und soll innerhalb von zwei Jahren fertig gestellt werden. Der Ingenieur Hans Grassl rechnet mit Nettogesamtkosten von etwa 26 Millionen Euro. Bei einer virtuellen Pressekonferenz hob Grassl hervor, dass die Instandhaltungskosten auf 100 Jahre gerechnet nur etwa elf Millionen Euro betragen würden. Der Brückenentwurf hätte viele Vorteile, zum einen weil auf wartungsintensivere Brückenlager zwischen Pfeiler und Brückenträger verzichtet werden würde. Zudem solle die Brücke aus wetterfestem Stahl gebaut werden, da dieser keinen zusätzlichen Korrosionsschutz erfordere.

    Brücke soll Radweg im Regnitzgrund mit einschließen

    Eine weitere Besonderheit des Siegerentwurfs ist, dass die Brücke den bestehenden Radweg im Regnitzgrund einschließt. Dieser soll dann direkt unterhalb der Brücke verlaufen, die Brücke fungiert dann wie ein Dach für die Radfahrerinnen und Radfahrer. Am 6. Mai wird bei einem Lokalforum über den Siegerentwurf sowie die weiteren vier Entwürfe diskutiert werden, sagte Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD). Bei diesem virtuellen Treffen können Bürgerinnen und Bürger, Fachleute sowie Umweltverbände anwesend sein. Janik rechnet mit viel Abstimmungsbedarf.

    Geringe Bauzeit war für Sieg entscheidend

    Die Jury, die über die verschiedenen Brückenvorschläge von Ingenieurbüros beraten hat, besteht unter anderem aus Vertretern von Natur- und Umweltverbänden, dem Bayerischen Bauernverband sowie Bürgerinnen und Bürgern. "Der Siegerentwurf berücksichtigt den sensiblen Naturraum im Regnitzgrund", erklärte OB Janik die Entscheidung dem BR gegenüber. Zudem habe die minimale Bauzeit, die geringe Flächenbeanspruchung und auch wenige Brückenstützen, die in den Naturraum eingreifen würden, zur Wahl beigetragen.

    StUB soll 372 Millionen Euro kosten

    Mit der StUB sollen die Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach miteinander verbunden werden. Die rund 25 Kilometer lange Strecke, deren Verlauf derzeit genau geplant wird, soll rund 372 Millionen Euro kosten. Geplant ist, dass Züge im Zehn-Minuten-Takt fahren. Laut eigenen Angaben soll mit der StUB eine nachhaltige Alternative zum Pkw-Verkehr geschaffen werden.

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