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Erlangen senkt Gewerbesteuer: Nachbarstädte ziehen nicht mit | BR24

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Stempel mit der Aufschrift Gewerbesteuer

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    Erlangen senkt Gewerbesteuer: Nachbarstädte ziehen nicht mit

    In Erlangen ist die Haushaltslage so gut, dass Stadtkämmerer Konrad Beugel die Senkung der Gewerbesteuer und der Grundsteuer vorschlägt. Das freut zwar die Firmen in seiner Stadt, kommt aber in der Nachbarstadt Nürnberg nicht gut an.

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    Der Erlanger Stadtkämmerer Konrad Beugel will die Gewerbesteuer im kommenden Jahr senken. Der Hebesatz soll um mehr als fünf Prozent reduziert werden. Das freut zwar die Firmen in seiner Stadt, kommt aber in der Nachbarstadt Nürnberg nicht gut an.

    "Das ist ein nicht gerade freundlicher Akt im nachbarschaftlichen Wettbewerb", sagt Nürnbergs Stadtkämmerer Harald Riedel dem Bayerischen Rundfunk. Denn es könnte durchaus möglich sein, dass Unternehmen nach Erlangen abwandern, weil sie dort weniger Gewerbesteuer zahlen müssen.

    Keine Steuersenkung in Nürnberg und Fürth

    Die Stadt Nürnberg könne sich keine Steuersenkung leisten, sagte Riedel. Im Gegenteil, im vergangenen Jahr hatte Nürnberg den Hebesatz für die Gewerbesteuer um gut vier Prozent angehoben. Grund dafür waren große Investitionen, die in den kommenden Jahren anstehen. Zum Beispiel der Bau von Schulen oder die Sanierung von Brücken. "Daran hat sich nichts geändert", sagte Riedel.

    Er stellt seinen Haushaltsentwurf in der kommenden Woche vor. Auch in Fürth wird es keine Steuersenkungen geben. "Bei uns sinken anders als in Erlangen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer", sagte Stadtkämmerin Stefanie Ammon dem BR.