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Erlangen ruft als erste Stadt Bayerns den Klimanotstand aus | BR24

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Als erste Stadt in Bayern hat Erlangen den Klimanotstand erklärt. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, hat der Stadtrat einen entsprechenden Beschluss gefasst. Grundlage dafür waren zwei Anträge der lokalen “Fridays For Future“-Initiative.

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Erlangen ruft als erste Stadt Bayerns den Klimanotstand aus

Als erste Stadt in Bayern hat Erlangen den Klimanotstand erklärt. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, hat der Stadtrat einen entsprechenden Beschluss gefasst. Grundlage dafür waren zwei Anträge der lokalen "Fridays For Future"-Initiative.

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Grundlage für den nun beschlossenen Klimanotstand waren zwei Anträge von "Fridays For Future" (FFF)-Aktivisten. Diese waren bei einer Erlanger Bürgerversammlung Ende März mit einer Mehrheit von 99 Prozent angenommen worden. Mit seinem Entschluss hat der Stadtrat "die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität anerkannt", heißt es in einer Pressemitteilung.

Künftige Prüfung aller Beschlüsse auf ökologische Auswirkungen

Künftig werde das Gremium bei allen Beschlüssen sowohl Auswirkungen auf das Klima als auch die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit besonders berücksichtigen, heißt es weiter. Zudem sollen solche Maßnahmen Priorität erhalten, die den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen.

Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) begrüßte den Entschluss ausdrücklich. Wichtig sei es, für Entscheidungen des Stadtrats eine seriöse Grundlage zu schaffen, so Janik.

"Es geht darum, Klimaschutz eine größtmögliche Priorität zu geben, ohne andere wichtige Ziele für unsere Stadt auszublenden." Oberbürgermeister von Erlangen Florian Janik (SPD)

Externe Studie soll konkrete Maßnahmen ermitteln

Den FFF-Forderungen entsprechend soll nun in einer externen Studie ermittelt werden, was Erlangen tun muss, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens schnellstmöglich zu erreichen. So soll auch klar werden, welche konkrete Maßnahmen auf die Stadt zukommen und was das für Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Infrastruktur und Bürger bedeutet.

"Als Stadt allein können wir den Klimawandel nicht aufhalten. Wir dürfen und können aber auch nicht warten, bis die Bundes- und die Landespolitik konkretere Vorgaben machen.“ Umwelt-Bürgermeisterin von Erlangen Susanne Lender-Cassens (Grüne Liste)

Der Klimanotstand wurde bereits von mehreren Städten auf der ganzen Welt ausgerufen, in Deutschland unter anderem von Kiel und Konstanz.

Von
  • Rainer Aul
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