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Erlangen pflanzt Stadtbäume gegen den Klimawandel | BR24

© Stadt Erlangen/Ute Klier

Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) pflanzt einen Baum

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    Erlangen pflanzt Stadtbäume gegen den Klimawandel

    Mit mehr Stadtbäumen will Erlangen dem Klimawandel trotzen. Seit 2018 läuft eine große Baumpflanz-Kampagne. Allerdings hat die Hugenottenstadt auch gehörig Nachholbedarf.

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    Jahrelang wurden in der Stadt Erlangen gefällte Bäume lediglich ersetzt, und auch das nicht immer. Seit zwei Jahren bemüht sich die Kommune nun, mehr Bäume zu pflanzen als zu fällen. Im Rahmen dieser Kampagne pflanzten der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) und Christoph Kintopp, der Leiter der Abteilung Stadtgrün, am Mittwoch (06.11.19) am Groß-von-Trockau-Platz einen Japanischen Schnurbaum und eine Esskastanie.

    Schnurbaum und Esskastanie vertragen Hitze

    Sowohl der Japanische Schnurbaum als auch die Esskastanie gelten als robuste Stadtbäume, die Klimawandel und Trockenheit besser vertragen als bisher übliche Stadtbäume. Gerade der Japanische Schnurbaum bietet Bienen durch seine späte Blüte reichlich Nahrung. Im Gegenzug müssen auf dem Groß-von-Trockau-Platz mehrere Fichten gefällt werden, denen Hitze und Trockenheit besonders zusetzen.

    Mehr Bäume als Baumfällungen

    2018 wurden nach Auskunft der Stadt 428 Bäume gepflanzt, in diesem Jahr werden es knapp 400 sein. Damit übersteigt die Zahl der Neupflanzungen die Zahl der Baumfällungen. In den Jahren zuvor war es andersherum: Zwischen 2012 und 2017 wurden laut Pressesprecher Christofer Zwanzig 1.300 Bäume gefällt und nur 1.100 aufgeforstet. Auch in den kommenden Jahren ist geplant, in der Stadt mehr Bäume nachzupflanzen als zu fällen. In diesem Jahr mussten in Erlangen bereits mehr als 200 Bäume gefällt werden, weil sie von Schädlingen und Pilzen befallen waren.

    Erlangen verbessert Baumstandorte

    Ziel der Stadt ist es auch, die Baumstandorte zu verbessern. Dazu verbessert die Abteilung Stadtgrün bestehende Baumstandorte, sucht neue und entsiegelt Böden. So wird etwa der Boden bei Neupflanzungen bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern gelockert und drei Quadratmeter Boden durch Baumsubstrat ersetzt. Billig ist das nicht: Laut Stadt Erlangen kostet ein neuer Stadtbaum samt Bodenaustausch und Pflege 2.000 Euro.