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Erlabrunn-Prozess: Angeklagter im Gerichtssaal verhaftet | BR24

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"Erlabrunn-Prozess" vor dem Würzburger Landgericht

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    Erlabrunn-Prozess: Angeklagter im Gerichtssaal verhaftet

    Aufsehen erregende Entwicklung im Berufungsprozess um den tödlichen Streufahrzeugunfall von Erlabrunn: Wegen Verdunkelungsgefahr ist am Würzburger Landgericht heute Haftbefehl gegen den Angeklagten erlassen worden. Bislang war er auf freiem Fuß.

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    Der Angeklagte war auf freiem Fuß, obwohl der ehemalige Bauhofleiter in erster Instanz zu 22 Monaten Freiheitsentzug verurteilt worden war.

    Erlabrunn-Prozess: Gutachter des Angeklagten mit Widersprüchen

    Fest steht, dass der 58-Jährige den Winterdienst in Erlabrunn verrichtete, als eine 71-Jährige am frühen Morgen vor ihrem Haus tödlich überrollt wurde. Um zu beweisen, dass Reifenspuren dort nicht von dem Streufahrzeug stammen, hatte der Angeklagte einen Gutachter eingeschaltet, der sich bei seinen Ausführungen heute allerdings in Widersprüche verwickelte.

    Bekannter des Angeklagten hatte Gutachter vermittelt

    Schließlich wurde es der Staatsanwältin am Würzburger Landgericht zu viel. Als herauskam, dass ein guter Bekannter des Angeklagten den ihm bekannten KFZ-Sachverständigen als Gutachter vermittelt und diesen obendrein regelmäßig mit Informationen aus dem Prozess versorgt hatte, stellte sie Antrag auf Haftbefehl. Bereits gestern hatte der Angeklagte vor Gericht für Unmut bei Richterin und Staatsanwältin gesorgt, als er eine Art "Geständnis" vom vorausgegangenen Prozesstag fast vollständig relativierte.