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Löscharbeiten beim sogenannte Habermeier-Haus in Schwandorf. Ein 19-Jähriger verübte einen Brandanschlag
© pa/dpa/DB Gerhard Götz

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Löscharbeiten beim sogenannte Habermeier-Haus in Schwandorf. Ein 19-Jähriger verübte einen Brandanschlag

Heute jährt sich zum 30. Mal der Brandanschlag auf das ehemalige "Habermeier-Haus" in Schwandorf, bei dem am 17. Dezember 1988 eine dreiköpfige türkische Familie und ein 47 Jahre alter Schwandorfer ihr Leben lassen mussten.

Deswegen findet auch heuer wieder um 17 Uhr eine Gedenkstunde in der Spitalkirche statt, um an die Opfer des Brandanschlags zu erinnern.

Rechtsextreme Tat

Ein 19-jähriger Rechtsextremist legte damals das Feuer in dem Gebäude. Der Täter wurde später zu einer langen Haftstrafe verurteilt, 2001 kam er wieder frei.

Der Schwandorfer Bevölkerung werde die schreckliche Brandnacht für immer in Erinnerung bleiben, sagt Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU).

"Diese abscheuliche Tat darf nicht vergessen werden - wir alle sind aufgerufen, Intoleranz und Gewalt abzulehnen." Oberbürgermeister Andreas Feller

Der Schwandorfer Stadtrat hatte 2009 beschlossen, jedes Jahr eine Gedenkstunde abzuhalten. Bei dem Brandanschlag kamen ein türkisches Ehepaar, dessen elfjähriger Sohn und der Schwandorfer ums Leben. Von weiteren zwölf Bewohner wurden einige schwer verletzt, als sie sich mit Sprüngen aus dem Fenster zu retten versuchten.