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Olympia-Attentat von 1972: München gedenkt der Getöteten | BR24

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48 Jahre nach dem Olympia-Attentat hat heute in München eine Gedenkveranstaltung stattgefunden.

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Olympia-Attentat von 1972: München gedenkt der Getöteten

Der Überfall auf die israelische Olympia-Mannschaft am 5. September 1972 durch palästinensische Attentäter in München jährt sich heuer zum 48. Mal. In München und in Fürstenfeldbruck wurde bereits heute der Getöteten und ihrer Angehörigen gedacht.

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Von
  • Birgit Grundner
  • Matthias Lauer

Abrupt unterbrachen Terror und Gewalt vor 48 Jahren die Olympischen Sommerspiele 1972 in München. Bereits heute, einen Tag vor dem historischen Datum des Olympia-Attentats, wurde der Opfer und ihrer Angehörigen mit einer Gedenkfeier vor dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck gedacht. Denn der 5. September fällt diesmal auf einen Samstag und damit auf den jüdischen Ruhetag Sabbat.

Rad-Tour zwischen Gedenkorten

Etwa 50 Teilnehmer, darunter auch Münchens Bürgermeistern Katrin Habenschaden, kamen mit dem Radl nach Fürstenfeldbruck. Gestartet waren sie in der Früh nach einem kurzen Gedenken im Münchner Olympiapark. Eine Radtour als sichtbare Verbindung zwischen den beiden Erinnerungsorten für die Opfer des Olympia-Attentats – diese Idee habe die Angehörigen sehr bewegt, berichtete die israelische Generalkonsulin Sandra Simovich.

Am Denkmal vor dem Fliegerhorst wurden Blumen und Steine niedergelegt und ein Gebet gesprochen. Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern betonte die aktuelle Bedeutung solcher Erinnerungsarbeit. Diese müsse dem Rechtsruck entgegenstehen, sagte sie.

Morgen wird an der Connollystraße im Olympiadorf ein Kranz niedergelegt – vor dem Gebäude mit der Hausnummer 31, in dem das Geiseldrama 1972 seinen Anfang genommen hatte.

Terroristen nehmen Geiseln

Palästinensische Terroristen waren am 5. September 1972 in das Olympische Dorf in München eingedrungen und hatten Mitglieder der israelischen Mannschaft als Geiseln genommen. Zwei Israelis wurden wenig später noch in ihrer Unterkunft ermordet. Neun weitere und ein Polizist verloren ihr Leben bei dem missglückten Befreiungsversuch auf dem Militärflugplatz Fürstenfeldbruck. Auch fünf palästinensische Terroristen starben.

© Göttert/dpa/dpa-Bildfunk

Ein ausgebrannter Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes nach dem missglückten Befreiungsversuch auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck.

Fortsetzung der Olympischen Spiele

Das Attentat auf die Olympischen Spiele im September 1972 markiert einen tiefen Einschnitt. Es war das Ende der "heiteren Spiele". Sie wurden aber trotz der schrecklichen Ereignisse fortgesetzt.

"The Games must go on. And we must continue our efforts to keep them clean, pure and honest." Avery Brundage, damaliger IOC-Präsident

Rundgänge zu den zentralen Ereignissen von 1972

Am Sonntagvormittag lädt das Jüdische Museum München im Olympiapark zu einem Rundgang ein, der zu zentralen Orten der Ereignisse von 1972 und zur Gedenkstätte führt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich (Telefon: 089 / 233 - 4 19 52). Auch an den kommenden Wochenenden im September werden Rundgänge angeboten.

© BR/Birgit Grundner

Die Gedenkstätte im Olympiapark

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