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Wegen zunehmender Waldbrandgefahr starten in Niederbayern am Donnerstag und Freitag Luftbeobachtungsflüge in der Bayerwaldregion.

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Erhöhte Waldbrandgefahr: Luftbeobachtungsflüge über Niederbayern

Das anhaltend sommerliche Wetter in dieser Woche erhöht auch wieder die Waldbrandgefahr: Böden und Wälder in Niederbayern sind sehr trocken. Deswegen starten demnächst Beobachtungsflüge, meldet die Regierung von Niederbayern.

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Von
  • Astrid Dachs

Wegen zunehmender Waldbrandgefahr starten in Niederbayern am Donnerstag und Freitag Luftbeobachtungsflüge in der Bayerwaldregion. Das teilte die Regierung von Niederbayern mit.

Waldböden wegen Hitze momentan sehr trocken

Grund sei die momentane Trockenheit. Die Wetterentwicklung werde weiterhin täglich beobachtet und aktuell beurteilt, heißt es in einer Mitteilung. Zunächst werde an zwei Tagen jeweils nachmittags geflogen. Dann sei die höchste Gefährdungszeit. Die Flüge starten von den Stützpunkten Vilshofen im Kreis Passau und Arnbruck im Kreis Regen.

Folgende Route wird geflogen: Arnbruck-Zellertal - Wiesenfelden - Gotteszell - Vilshofen - Pocking - Salzweg - Untergriesbach - Altreichenau - Mauth - Zwiesel - Arnbruck-Zellertal.

Ehrenamtliche Piloten unterwegs

Die Anordnung der Regierung wird von den betroffenen Landratsämtern umgesetzt. Sie teilen ausgebildete Luftbeobachter zur Begleitung der Flüge ein. Die Stützpunktleiter der Luftrettungsstaffel Bayern sorgen für die Einteilung der ehrenamtlichen Piloten. Wird ein Feuer festgestellt, wird aus der Luft per Funk die Feuerwehr alarmiert und die Einsatzkräfte werden zur Brandstelle gelotst.

Generelles Rauchverbot im Wald

Die Regierung appelliert dringend, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Besondere Warnhinweise gelten auch für Waldbesitzer, Jäger und alle Personen, die mit Waldarbeiten beschäftigt sind: Es soll kein offenes Feuer im Wald oder in einer Entfernung von weniger als 100 Metern angezündet werden. In den Wäldern gilt vom 1. März bis zum 31. Oktober ein generelles Rauchverbot.

💡 Hintergrund:

Gegenüber anderen Regierungsbezirken hat die Trockenheit nun auch Niederbayern erreicht, obwohl der Bayerische Wald insgesamt kühler und feuchter ist als andere Landesteile und zum anderen der Wald im tertiären Hügelland südlich der Donau aufgrund der vorherrschenden Lehmböden eher gut wasserversorgt ist. Zudem werden in Niederbayern Brände auch ohne Flugzeug aufgrund der zersplitterten Waldstruktur und der dichten Besiedlung in der Regel schneller entdeckt.

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