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In Bayern herrscht am Wochenende erhöhte Waldbrandgefahr

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    Wetterdienst warnt: Erhöhte Waldbrandgefahr in ganz Bayern

    Der Deutsche Wetterdienst warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr in ganz Bayern. Besonders hoch ist das Risiko in Unterfranken, Niederbayern und im südlichen Oberbayern. In den kommenden Tagen soll sich die Lage noch zuspitzen.

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    Von
    • Katharina Pfadenhauer

    Die Hitze macht der Natur in Bayern zu schaffen, und sie kann gefährlich werden. So sorgen Spitzenwerte von über 30 Grad am Wochenende für eine sehr große Waldbrandgefahr. Grundsätzlich besteht flächendeckend für den ganzen Freistaat ein erhöhtes Risiko. Hotspots sind laut Lisa Brunnbauer vom Deutschen Wetterdienst jedoch Unterfranken, Niederbayern sowie das südliche Oberbayern.

    Trockenheit und Hitze machen Wälder anfällig

    Beim unterfränkischen Arnstein-Müdesheim und bei Schwandorf in der Oberpfalz herrscht laut Wetterdienst sogar die höchste Stufe. Grund für die erhöhte Waldbrandgefahr ist die extreme Hitze in den kommenden Tagen. Zusätzlich habe es nun länger nicht geregnet, die Böden in den bayerischen Wäldern seien deshalb sehr trocken, erklärt Lisa Brunnbauer.

    "Selbst wenn es hier und da mal lokale Schauer oder Gewitter gegeben hat, kam dieser Regen oft nicht am Waldboden an." Oftmals würde der Regen in den Baumkronen oder an Baumstämmen hängen bleiben, weshalb das Laub und die Äste auf dem Waldboden immer trockener würden. "Wenn sich jetzt Feuer sich entzünden würde, dann könnte sich das im Unterholz extrem schnell verbreiten."

    Kombination aus Wetter und Umweltschäden

    Verschärft werde die Situation noch dadurch, dass die Bäume derzeit ohnehin sehr geschwächt sind. Laut der Agrarmeteorologin Lisa Brunnbauer setze nämlich auch der Borkenkäfer den Bäumen nach wie vor zu und sorge für massive Baumschäden.

    "Durch Borkenkäfer fallen mehr Zweige ab also normal, die dann vertrocknet am Boden liegen." Würden das Laub und die Zweige nicht rechtzeitig abtransportiert, könnte sich ein Feuer durch das viele Totholz noch schneller ausbreiten.

    Waldbrandgefahr: Darauf sollte man achten

    Wenn es zu Waldbränden kommt, seien meist Menschen schuld, warnt Lisa Brunnbauer. Offene Feuer in Waldnähe oder auch auf Wiesen seien deshalb hochgefährlich. Selbst vom Feuermachen an ausgewiesenen Lagerfeuer-Plätzen rät Brunnbauer derzeit ab: "Es ist ja meist nicht wirklich windstill, es können also schnell mal Funken weitergetragen werden."

    Wer sein Auto in der Natur stehen lässt, soll darauf achten, nicht im hohen Gras zu parken. "Auch das Gras ist gerade sehr trocken und die noch heißen Katalysatoren können Brände verursachen." Beim Auto- und Bahnfahren sollte man niemals Zigarettenkippen aus dem Fenster werfen. Zudem gilt bis zum 31. Oktober bayernweit ein Rauchverbot im Wald.

    Piloten beobachten Lage in Bayern aus der Luft

    Um Waldbrände frühzeitig zu erkennen, setzt Bayern auf Luftbeobachtung. Die ehrenamtlichen Piloten der bayerischen Luftrettungsstaffel führen hierbei gemeinsam mit ausgebildeten Luftbeobachtern des Katastrophenschutzes und der Forstverwaltung Überwachungsflüge durch. Bezahlt wird das Ganze aus dem Katastrophen-Schutz-Fonds.

    Erst ab Montag wird sich die Lage voraussichtlich wieder allmählich entspannen. Von Westen her sollen dann lokale Schauer und Gewitter über Bayern ziehen.

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    Waldbrandgefahr in Bayern

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