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Nach Angaben der Bewohner herrschen in den Wohnungen bereits seit mehr als vier Jahren katastrophale Zustände.
© BR-Studio Franken/Sophia Ruhstorfer

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Sophia Ruhstorfer
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Nach Angaben der Bewohner herrschen in den Wohnungen bereits seit mehr als vier Jahren katastrophale Zustände.

Die Bewohner zweier Mietshäuser im Ansbacher Stadtteil Obereichenbach haben sich zusammengetan. Ihren Angaben zufolge herrschen in ihren Wohnungen katastrophale, zum Teil sicherheitsgefährdende Zustände. So wurden an einigen Balkontüren noch keine Geländer angebracht. Auch das Ansbacher Baureferat hat sich eingeschaltet.

"Wir mussten natürlich einen Bescheid verhängen, dass die Balkone oder zumindest Absturzsicherungen angebracht werden. Das ist leider bislang nicht erfolgt. Die Fristen sind verstrichen und deswegen haben wir entsprechende Zwangsgelder verhängt." Jochen Büschl, Leiter Baureferat Ansbach

Inzwischen hat das Ansbacher Baureferat Zwangsgelder im fünfstelligen Bereich verhängt.

Zahlreiche Mängel

Außerdem kommt in einigen Wohnungen Wasser von der Decke, dadurch hat sich Schimmel gebildet. Immer wieder fallen die Heizungen aus, so die Bewohner. Diese Zustände würden schon seit mehr als vier Jahren herrschen. Trotz ständiger Mitteilungen soll der Vermieter, Chef einer Immobilienfirma mit Sitz in Baden-Württemberg, nicht reagieren. Insgesamt sind mindestens 15 Parteien betroffen.

"Wir haben jetzt einfach die Nase voll. Seit Jahren immer mit Bitten und Anwälten und man kommt nicht weiter. Das ist ja nur das I-Tüpfelchen. Das Schlimmste waren die Ratten, die kamen, weil die Bauarbeiter den ganzen Müll in den Buden gelassen haben." Nicole Pfeiffer, Mieterin

Die Mieter wollen sich das nicht mehr gefallen lassen, haben zum Teil Anwälte eingeschaltet. Ein Trost: Alle Ansbacher Mietshäuser der Immobilienfirma sollen demnächst an einen neuen Eigentümer verkauft werden. Die Mieter hoffen, dass es dann endlich besser wird.