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Neue Details zu Missbrauchsfällen im Bistum Würzburg | BR24

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Die Diözese Würzburg stellt heute weitere Untersuchungsergebnisse zu sexuellem Missbrauch durch Geistliche vor. Akten der Kilianeen - also Knabeninternate, in Würzburg, Miltenberg und Bad Königshofen - wurden durch eine Anwaltskanzlei aufgearbeitet.

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Neue Details zu Missbrauchsfällen im Bistum Würzburg

Die Diözese Würzburg stellt heute weitere Untersuchungsergebnisse zu sexuellem Missbrauch durch Geistliche vor. Akten der Kilianeen - also Knabeninternate, in Würzburg, Miltenberg und Bad Königshofen - wurden durch eine Anwaltskanzlei aufgearbeitet.

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Die Ergebnisse werden durch Generalvikar Thomas Keßler und einen Rechtsanwalt einer externen Kanzlei vorgestellt. Die Untersuchungen ergänzen die Missbrauchsstudie von 2018. Bischof Franz Jung hatte in Auftrag gegeben, damals nicht erfasste Daten zusätzlich analysieren zu lassen. Erste Ergebnisse wurden im Mai 2019 bekannt.

Fälle liegen zum Teil Jahrzehnte zurück

Bereits 2010 gab es Anschuldigungen, dass im ehemaligen Kilianeum Miltenberg Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre Schüler misshandelt worden sein sollen. Auch im Kilianeum Würzburg soll ein Ruhestandspriester vor Jahrzehnten einen Internatsschüler sexuell missbraucht haben. Der Fall wurde zu den Akten gelegt – unter anderem, weil er verjährt war.

Kilianeen heute als Jugend- oder Tagungshäuser

Das Kilianeum Würzburg wurde zwischen 1871 und 1998 als Knabeninternat genutzt und beherbergte bis zu 400 Schüler. 1927 kam das Kilianeum in Miltenberg am Untermain dazu und 1964 das Kilianeum in Bad Königshofen. Heute werden alle drei Kilianeen nicht mehr als Schülerwohnheime, sondern als Jugend- oder Tagungshäuser des Bistums genutzt.