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Erforschung Schwarzer Löcher: Neuer Bau für Erlanger Physiker | BR24

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Die Astroteilchenphysiker an der Universität Erlangen bekommen ein neues Forschungsgebäude. Der Grundstein für das neue Gebäude wurde am Montag gelegt.

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Erforschung Schwarzer Löcher: Neuer Bau für Erlanger Physiker

Die Astroteilchenphysiker an der Universität Erlangen wollen Licht ins Dunkel von Schwarzen Löchern im Weltall und deren Umgebung bringen. Dazu bekommen sie ein neues Forschungsgebäude, für das am Montag der Grundstein gelegt wurde.

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Die Wissenschaftler werden dort künftig unter anderem Detektoren entwickeln, mit denen sie die kleinsten Teilchen im Universum auffangen wollen. Die Neutrinos haben fast keine Masse und bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit durchs Weltall. Die Detektoren befinden sich beispielsweise im antarktischen Eis, in Wüsten und in den Tiefen des Mittelmeers.

Schwarze Löcher

Sie sollen die seltenen Kollisionen von Neutrinos mit anderen Teilchen aufzeichnen, bei denen ein Lichtblitz entsteht, erläuterte Prof. Stefan Funk, der Leiter des Erlanger Zentrums für Astroteilchenphysik. Mithilfe der Neutrinos, also der kleinsten Teilchen, versuche man die größten Strukturen im Weltall, also Schwarze Löcher zu verstehen.

Knapp 40 Millionen Euro

Das Forschungsgebäude wird auf dem Südgelände der Erlanger Universität gebaut. Es soll Platz für Labore und Arbeitsstellen von rund 150 Wissenschaftler bieten. Der Bau wird knapp 40 Millionen Euro kosten. Das Astroteilchenzentrum soll im Frühjahr 2022 fertig sein.

Innovationskraft

Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) betonte bei der Grundsteinlegung, dass die Erlanger Friedrich-Alexander-Universität (FAU) damit in der Champions League der Astrophysik spielen. FAU-Präsident Joachim Hornegger freute sich, dass seine Universität damit erneut ihre Forschungsstärke und Innovationskraft zeigen könne.