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Erfolgreiche Drohnen-Detektionstests an Flughäfen | BR24

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Drohnen-Flüge in der Umgebung von Flughäfen sind ein Sicherheitsproblem. Sie gelten als gefährliche Eingriffe in den Luftverkehr. In den vergangenen Wochen aber waren am Flughafen München manche Drohnen ausdrücklich erwünscht, um Systeme zu testen.

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Erfolgreiche Drohnen-Detektionstests an Flughäfen

Drohnen-Flüge in der Umgebung von Flughäfen sind ein Sicherheitsproblem. Sie gelten als gefährliche Eingriffe in den Luftverkehr. In den vergangenen Wochen aber waren am Flughafen München manche Drohnen ausdrücklich erwünscht, um Systeme zu testen.

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Von
  • Birgit Grundner
  • Matthias Lauer

Spezialisten haben seit dem Sommer an den Flughäfen München und Frankfurt ganz bewusst und kontrolliert Drohnen steigen lassen, damit sie sechs verschiedene Drohnen-Detektionssysteme testen konnten.

Die bereits an ausländischen Flughäfen verwendeten Technologien, überwiegend aus dem militärischen Bereich, schätzten die Experten vorab als "wenig effektiv und nicht sehr zuverlässig" ein.

Keine Universal-Lösung für deutsche Flughäfen

Die getesteten Systeme weisen sowohl Stärken als auch Schwächen auf. Deshalb wird es eine Lösung für alle 16 Verkehrsflughäfen in Deutschland nicht geben, eher eine Art Mischung. Die Berichte gehen jetzt erst einmal ans Bundesverkehrsministerium.

Erst erkennen, dann abwehren

Mit einem System, das Drohnen entdeckt, ist es nicht getan. Im nächsten Schritt braucht es auch Abwehrmöglichkeiten. Hier laufen parallele Entwicklungen etwa zur Störung der Funkkommunikation zwischen Pilot und Flugkörper sowie zum Einsatz von Jagd-Drohnen mit Fangnetzen. Alles noch Zukunftsmusik.

DLR erprobt Drohnen für Rettungsdienste und Polizei

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Verbotsschild für Drohnen am Flughafen München

Drohnenflüge werden hart bestraft

Im Erdinger Moos sind Drohnen in der Nähe der Start- und Landebahnen jetzt jedenfalls wieder tabu – wichtig auch für Hobbynutzer: Es muss mindestens ein Abstand von 1,5 Kilometern eingehalten werden. Drohnenflüge an Flughäfen werden strafrechtlich verfolgt. Sie gelten rechtlich als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr und werden mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet.

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