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Bayern

Erfolg für Aktion "Leere Stühle" in Straubing und Deggendorf | BR24

© BR/Sarah Beham

Aufnahme von der Aktion "Leere Stühle" in Straubing

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    Erfolg für Aktion "Leere Stühle" in Straubing und Deggendorf

    Mit ihrem Protest hatten sie Erfolg. Gastronomen in Straubing und Deggendorf dürfen teilweise ihre Freischankflächen erweitern um die Verluste durch die Corona-Beschränkungen zumindest etwas zu kompensieren. Auch Gebühren werden gesenkt.

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    Die Aktion "Leere Stühle" in Straubing vor knapp zwei Wochen war erfolgreich: Dort werden nun Freischankflächen auf öffentlichem Grund erweitert und auch die Stadt Deggendorf genehmigt für die Außengastronomie zusätzliche Flächen für die Bestuhlung. Das haben die Städte auf Anfrage des BR mitgeteilt.

    Zusätzliche Freischankflächen: einstimmg beschlossen

    In Straubing hat der Ordnungsausschuss einstimmig für die Erweiterung gestimmt - für die zusätzlichen Freischankflächen werden keine zusätzlichen Kosten erhoben, heißt es. In Straubing wird es sie in der Rosengasse und der Fraunhoferstraße geben. Verschiedene Gastronomen aus beiden Straßen hatten dafür Anträge gestellt. Um die Freischankflächen umzusetzen, werden die beiden Straßen in Stadtplatznähe als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Zusätzlich wird in der Rosengasse ein Durchfahrtsverbot von 16.00 bis 6.00 Uhr angeordnet - mit Ausnahme des Lieferverkehrs.

    Gastronom: "Enormes Entgegenkommen der Stadt"

    Darüber hinaus wurde einer vorübergehenden Vergrößerung von genehmigten Freischankflächen auf Antrag zugestimmt, soweit diese im Einzelfall aufgrund der örtlichen Verhältnisse möglich sind. Unter anderem hatte Max Naber, der ein Bistro betreibt, vier Tische beantragt und genehmigt bekommen.

    "Ich finde, dass das eine flotte Nummer war und ganz unbürokratisch. Gestern der Beschluss, heute werden schon die Schilder ausgetauscht. Das ist ein enormes Entgegenkommen. Eigentlich unglaublich, was da seitens der Stadt gemacht wurde. Ich hoffe, dass meine Kollegen das nicht ausnutzen, nicht versuchen, dass man Abstandsflächen immer weiter minimiert. Jeder soll sich jetzt an die Regeln halten." Max Naber, Gastronom aus Straubing

    Wie es von der Stadt Straubing heißt, wolle man der Gastronomie während der Corona-Zeit bei den Sondernutzungsgebühren für Freischankflächen entgegenkommen: Die Gebühren für die Monate März, April und Mai 2020 werden vollständig erlassen. Die übrigen Sondernutzungsgebühren für das Jahr 2020 werden weiterhin gestundet.

    Regelung bis zum Ende der Einschränkungen gültig

    Auch in Deggendorf wurden die Flächen für die Außenbestuhlung erweitert, wie eine Sprecherin dem BR mitteilte. Beispielsweise darf die Brasserie Amelie direkt am Stadtplatz aufstuhlen - außer, wenn der Wochenmarkt stattfindet. Diese neuen Regelungen gelten bis zum Ende der Betriebseinschränkungen für Gaststätten aufgrund der Corona-Pandemie. In Straubing beispielsweise soll ein Zwischenfazit Anfang Juli gezogen werden.

    Bundesweiter Protest "Leere Stühle"

    Die bundesweite Protesaktion "Leere Stühle" fand vor knapp zwei Wochen auch in Straubing statt. Rund 150 leere Stühle wurden auf dem Theresienplatz aufgestellt - als Symbol für die vielfach drohenden Pleiten durch Umsatzverluste von Restaurants und Wirtshäusern in der Coronazeit. Für die Aktion hatten sich rund 250 Gastronomen aus dem Landkreis Straubing-Bogen zusammengeschlossen. Unter anderem forderten sie auch die Erweiterung der Außenflächen.