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Erdinger "Warteraum Asyl" nur noch im Standby-Modus | BR24

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Der Warteraum Asyl in Erding wird aus dem aktuellen Betrieb genommen. Er bleibt aber als Reserve erhalten. Grund sind die sinkenden Flüchtlingszahlen.

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Erdinger "Warteraum Asyl" nur noch im Standby-Modus

Der Betrieb im Warteraum Asyl in Erding wird weitgehend eingestellt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) reagiert damit auf die momentan niedrigen Zahlen von Asylsuchenden. Bei Bedarf könnte die Behörde aber reagieren.

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Der Asyl-Warteraum Erding wird aus dem aktuellen Betrieb genommen. Er bleibt aber sozusagen in Reserve. Denn die Zahl der ankommenden Flüchtlinge geht derzeit zurück. Anfangs – vor vier Jahren – sind etwa 1.000 Flüchtlinge am Tag in Erding angekommen und von dort aus auf andere Einrichtungen weiterverteilt worden. Zuletzt war es nur noch ein Bruchteil. Das sogenannte Camp Shelterschleife wurde vor allem noch  für die Zusammenführung von Familien – etwa aus Syrien – genutzt.

48 Stunden braucht es zur Wiederinbetriebnahme in Erding

Jetzt werde man es aber "nicht weiter aktiv betreiben", teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge dem Bayerischen Rundfunk  mit. Der Betrieb wird – wie auch früher schon einmal -  in den "Standby-Modus" versetzt. Das bedeutet:  Die Infrastruktur bleibt größtenteils bestehen, und bei Bedarf könnte man innerhalb von 48 Stunden wieder loslegen.

Prognosen schwierig im Flüchtlingsmanagement

Wie sich die Flüchtlingszahlen künftig entwickeln, sei kaum abzuschätzen, sagte Sprecherin des Bundesamts, deshalb stelle man sich im – Zitat – "gesamten Flüchtlingsmanagement" auf unterschiedliche Szenarien ein. Die Erdinger BAMF-Mitarbeiter werden erst einmal nach München versetzt.