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© Eberhard Roth

Abgekippter Erdaushub im Wald bei Wertheim

Beim Joggen war der Ortsvorsteher des Wertheimer Stadtteils Mondfeld, Eberhard Roth, im Schenkenwald 50 Meter oberhalb vom Hahnenbrunnen auf tonnenweise Erdaushub gestoßen. Hierbei handelt es sich nicht nur um Mutterboden: Nach kurzem Graben war Roth auf Baumaterial und Steine gestoßen. Er mutmaßt, hier sei belasteter Erdaushub illegal im Wald abgekippt worden, um Deponiegebühren zu sparen.

Womöglich Bauunternehmen für illegale Deponie verantwortlich

Der Erdaushub könnte nach Einschätzung von Roth von Baustellen im bayerischen Kreuzwertheim (Lkr. Main-Spessart) stammen. Dort sind drei mehrstöckige Gebäude errichtet und das Erdreich zunächst zwischengelagert worden. Ein Teil sei vermutlich wieder verfüllt worden – der Rest wohl nun entsorgt und zwar über die bayerische Landesgrenze hinweg ins baden-württembergische Wertheim-Mondfeld.

Waldbesitzer und Behördenvertreter machen sich vor Ort ein Bild

Roth informierte das Landratsamt Tauberbischofsheim als zuständige Untere Naturschutzbehörde. Eine größere Abordnung von Behördenvertretern ist nun zusammen mit dem Waldbesitzer – Fürst Ludwig zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg – vor Ort, um sich ein Bild vom Ausmaß der illegalen Entsorgung zu machen.