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Equal Pay Day: Frauen in Bayern verdienen 22 Prozent weniger | BR24

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Bildrechte: BR/Julia Müller

Symbolbild: Equal Pay Day

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    Equal Pay Day: Frauen in Bayern verdienen 22 Prozent weniger

    Frauen in Bayern verdienen fast ein Viertel weniger als Männer. Laut Statistischem Landesamt bekam eine berufstätige Frau 2020 pro Stunde im Schnitt 18,99 Euro brutto, ein Mann 24,45 Euro. Bundesweit fällt der Lohnunterschied etwas geringer aus.

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    • BR24 Redaktion

    Frauen haben in Bayern im Jahr 2020 durchschnittlich 22 Prozent weniger Geld verdient als Männer. Damit liegt der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern im Freistaat vier Prozent über dem Bundesdurchschnitt. 18,99 Euro hätten bayerische Frauen im vergangenen Jahr im Mittel pro Stunde verdient, Männer dagegen 24,45 Euro, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik in Fürth mit. Im Jahr 2019 habe der sogenannte Gender Pay Gap in Bayern noch 23 Prozent betragen, 2010 sogar 26 Prozent.

    Equal Pay Day in Bayern am 25. März

    Am 10. März ist in Deutschland Equal Pay Day: Bis zu diesem Tag im Jahr arbeiten Frauen im Vergleich zu Männern rein rechnerisch umsonst. Je geringer die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern ist, desto früher findet der Aktionstag statt. Da der Gender Pay Gap in Bayern um vier Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt liegt, ist der bayerische Equal Pay Day erst am 25. März.

    Schlechter bezahlte Jobs, selten im Chef-Sessel

    Die angegebenen Daten beziehen sich laut dem Landesamt auf die sogenannte unbereinigte Lohnlücke zwischen den Geschlechtern. Der bereinigte Gender Pay Gap dagegen betrage in Bayern sieben Prozent. Bei dessen Berechnung werden strukturelle Faktoren berücksichtigt - etwa die Tatsache, dass sich Frauen häufiger für niedrig bezahlte Berufe entscheiden oder dass sie viel seltener in Führungspositionen vertreten sind als Männer. Der bereinigte Wert bezieht sich nach Angaben der Statistiker aber auf das Jahr 2018, da hier die Datenerhebung komplizierter ist und länger dauert.    

    Katholischer Frauenbund fordert Lohngerechtigkeit

    Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) rief Verantwortliche in Politik, Wirtschaft, Kirche sowie Tarifpartner auf, sich unmissverständlich zur Entgeltgleichheit von Frauen und Männern zu bekennen. "Es liegt in Ihren Händen, ob Gleichberechtigung in Deutschland Wirklichkeit wird. Lohngerechtigkeit ist ein wichtiger Schritt dazu", so KDFB-Vizepräsidentin Monika Arzberger.

    Als Skandal bezeichnete der Bundesvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands KAB, Andreas Luttmer-Bensmann vor diesem Hintergrund die Blockade der Caritas-Dienstgeber, den Tarifabschluss in der Altenpflege nicht als allgemeinverbindlich erklären zu lassen.

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