BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Entwicklungspolitik-Wettbewerb: Bayerische Schulen ausgezeichnet | BR24

© Andrea Rückert

Bei der Preisverleihung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier waren die ausgezeichneten Schulen per Video zugeschaltet.

Per Mail sharen

    Entwicklungspolitik-Wettbewerb: Bayerische Schulen ausgezeichnet

    Trotz der Corona-Pandemie engagieren sich bayerische Schüler für eine bessere Welt. Dafür hat sie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei einer digitalen Preisverleihung ausgezeichnet.

    Per Mail sharen
    Von
    • Fabian Schell

    Der deutschlandweite Schulwettbewerb "alle für EINE WELT für alle" zur Entwicklungspolitik findet seit 2003 alle zwei Jahre im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller statt. Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr erneut Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen.

    Bei der digitalen Preisverleihung mit dem Bundespräsidenten wurden auch vier bayerische Schulen ausgezeichnet: Das Kurt-Huber-Gymnasium Gräfelfing und das Städtische Werner-von-Siemens-Gymnasium München erhielten dabei zwei Hauptpreise, die Grund- und Mittelschule Bad Endorf und eine Projektgruppe der Staatlichen Fachoberschule Neuburg jeweils einen Sonderpreis.

    Entwicklungshilfe und Nachhaltigkeit als Ziel

    Die Gymnasien in Gräfelfing und München konnten die Jury in einer der fünf verschiedenen Kategorien überzeugen. Mit dem Leitspruch "Zerreiß den Mantel der Gleichgültigkeit – weil uns unsere Zukunft nicht egal ist" hinterfragen die Schüler des Kurt-Huber Gymnasiums in Gräfelfing unterschiedliche Aspekte der klassischen Entwicklungshilfe. Zudem pflegt die Schule eine enge Zusammenarbeit mit einer Partnerschule in Tansania.

    Das Städtische Werner-von-Siemens-Gymnasium in München trägt das Motto "Schule N - Bildung für nachhaltige Entwicklung am WSG: Haltung, Struktur und System". In verschieden Fächern und Projekten wurden die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen thematisiert und umgesetzt. Mit dem "Forum N" ist eine Plattform entstanden, die unterschiedliche Aktivitäten der Schule auf Nachhaltigkeit ausrichtet.

    Internationale Partnerschaften und ein Brettspiel

    Der Schulpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und beinhaltet außerdem die Unterstützung eines Schulaustauschs im Rahmen des sogenannten Entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramms ENSA. Den Sonderpreis des ENSA gewann die Grund- und Mittelschule in Bad Endorf für ihr Motto "Gemeinsam und fair auf dem Weg ins Leben - Wir handeln für eine lebenswerte Zukunft".

    Den Sonderpreis der Hilfsorganisation Plan International erhielt eine Projektgruppe der staatlichen Fachoberschule in Neuburg an der Donau. Schüler der Jahrgangsstufe 13 entwarfen zusammen mit Geflüchteten ein Brettspiel mit dem Titel "karmAfrika - Wer hat Angst vorm weißen Mann?“, bei dem die Spieler von Europa nach Afrika flüchten müssen. Dadurch soll eine neue Perspektive auf das Thema geschaffen werden.

    Globales Mitbestimmen im Unterricht

    Der Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto "Meine, deine, unsere Zukunft?! Lokales Handeln – globales Mitbestimmen". Er richtet sich an Schüler aller Jahrgangsstufen sowie sämtlicher Schulformen. Ziel ist es, das Thema im Unterricht zu verankern und Kinder und Jugendliche dafür zu sensibilisieren.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!