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Entsorgung im Krematorium ist Thema im Stadtrat | BR24

© BR/Katharina Häringer

Das Regensburger Krematorium

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    Entsorgung im Krematorium ist Thema im Stadtrat

    Kamen die Körperteile, die im Regensburger Krematorium illegal in Särgen mitverbrannt worden sein sollen, aus dem evangelischen Krankenhaus? Das will die Regensburger SPD-Fraktion heute von der Verwaltung erfahren.

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    Die Regensburger SPD-Fraktion hat vor der heutigen Stadtratssitzung einen Fragenkatalog an die Verwaltung geschickt.

    Dem Regensburger Wochenblatt hatte ein Zeuge gesagt, er habe vor 15 Jahren bei seinem Zivildienst in dem Krankenhaus teils bluttriefende Müllsäcke mit amputierten Körperteilen zum Krematorium gefahren. Das Krankenhaus wurde von der evangelischen Wohltätigkeitsstiftung betrieben, die wiederum von der Stadt verwaltet wird. Die städtische Pressestelle erklärte auf Anfrage, die Verwaltung werde heute Abend zu dem Bericht Stellung nehmen, soweit es die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zulassen.

    Wer war der Entsorger?

    Neben der Frage, was dran ist an dem Vorwurf, will die SPD unter anderem auch Auskunft dazu, welche Entsorgungsfirmen für das evangelische Krankenhaus gearbeitet haben. Es ist inzwischen geschlossen und Anfang des Jahres in eine geriatrische Klinik beim Krankenhaus der Barmherzigen Brüder übergegangen.

    200 Mal sollen Körperteile entsorgt worden sein

    Mehrere Mitarbeiter des Regensburger Krematoriums sollen medizinische Abfälle wie Beutel mit Gewebe- und Blutproben, aber auch ganze Körperteile in Särge gelegt haben. Särge, die dann im Krematorium verbrannt wurden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass von 2011 bis 2015 auf diesem Weg etwa 200 Mal medizinische Abfälle entsorgt wurden, obwohl Abfall dieser Art als Sondermüll hätte entsorgt werden müssen.