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Entschleunigung per Bio-Rind | BR24

© Susanne Pfaller

Rinderzucht als Hobby? Für einen Unternehmer aus Geisenfeld im Landkreis Pfaffenhofen sind seine Bio-Highland-Rinder mehr als das: die Arbeit mit den Tieren ist für ihn Entschleunigung pur. Nicht nur weil er auf den Weiden keinen Handy-Empfang hat.

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Entschleunigung per Bio-Rind

Rinderzucht als Hobby? Für einen Unternehmer aus Geisenfeld im Landkreis Pfaffenhofen sind seine Bio-Hochlandrinder mehr als das: die Arbeit mit den Tieren ist für ihn Entschleunigung pur. Nicht nur weil er auf den Weiden keinen Handy-Empfang hat.

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Erwin Stuiber pendelt zwischen zwei Welten: Hightech-Firma und Rinderzucht. Den Vormittag verbringt er in seinem Unternehmen in Geisenfeld im Landkreis Pfaffenhofen. Um die Mittagszeit steht Stuiber dann im Landschaftsschutzgebiet Forstmoos bei Aiglsbach im niederbayerischen Kreis Kelheim und schaut nach seinen schottischen Hochlandrindern. Nur wenige Minuten Autofahrt liegen zwischen der Niedermoor-Weide und seiner Firma.

Zum Stressabbau ein paar Biorinder

Zusammen mit einem Partner hat Stuiber seit 2000 seine Firma Schnittpunkt in Geisenfeld aufgebaut. Bis zu 80 Stunden hat er dafür in der Woche gearbeitet, erzählt er, bis zur seelischen und körperlichen Erschöpfung. Vor fünf Jahren hat er dann nach einem Ventil zum Stressabbau gesucht. "Mountainbike fahren oder Reiten haben mich nicht angesprochen. Ich wollte auch nicht auf den Hund kommen. Da laufe ich lieber hinter Kälbern her. Und habe ich mir halt ein paar Rinder zugelegt", erklärt Stuiber sein außergewöhnliches Hobby.

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Bio-Hochland-Rinder auf der Weide im Landschaftsschutzgebiet Forstmoos bei Aiglsbach im niederbayerischen Kreis Kelheim

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Prächtige Hörner haben die schottischen Bio-Hochland-Rinder von Erwin Stuiber.

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Erwin Stuiber ist jeden Tag bei seinen Hochlandrindern.

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Die Tiere bereiten dem Zufallsbauern sichtlich Freude.

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Von April bis Herbst grasen nun rund hundert schottische Bio-Rinder im Niedermoor.

Bio-Herde im Niedermoor

Platz für die ersten drei Rinder hatte er genug. Kurze Zeit vorher hatte der Unternehmen eine große, aufgelassene Hofstelle im Aiglsbacher Ortsteil Gasseltshausen gekauft, um für einen Teil seiner Belegschaft Wohnraum zu schaffen. Doch dann kam das Angebot von der Gemeinde Aiglsbach und vom Landkreis Kelheim, das nahe gelegene Naturschutzgebiet Forstmoos zu beweiden und damit auch zu dessen Erhaltung beizutragen.

30 Hektar für rund 100 Rinder

Stuiber nahm an und legte sich eine ganze Herde von Highland-Rindern zu. Von April bis Herbst grasen nun rund hundert schottische Bio-Rinder im Niedermoor. Gut 30 Hektar Platz steht ihnen zur Verfügung. Auch sonst haben es die Tiere gut. Sie behalten ihre imposanten Hörner, die Kälber trinken bei ihren Müttern, so viele Monate, wie sie wollen.

Heumachen statt Urlaub

Weil so eine Herde viel Arbeit macht, hat Erwin Stuiber inzwischen professionelle Helfer, packt aber regelmäßig selbst mit an. Der Zufallsbauer erlebt seine Rindviecher als ideale Entschleunigung.

"Auf den Weiden gibt es keinen Handy-Empfang. Hier kann ich richtig abschalten. Beim Heumachen. Bei den Rindern." Erwin Stuiber, Unternehmer und Rinderzüchter

Wenn er im Radio vom stundenlangen Stau auf dem Irschenberg oder sonst wo höre, wisse er, dass er es auf der Weide am schönsten habe. "Ich brauche keinen Urlaub. Hier spüre ich Corona nicht."

Keine Spur von Corona

Sein Pensum in der Geisenfelder Firma hat der Mittvierziger halbiert. Im Unternehmen hat die Pandemie den Rhythmus und den Schicht-Betrieb verändert. Aber draußen im Forstmoos bei seinen Rindern ist Corona weit weg.

Wer die Bio-Hochland-Rinder in ihrem ruhigen Niedermoor erleben will, dazu noch zahlreiche seltene Pflanzen- und Vogelarten, kann dies auf einer Wanderung durch das Forstmoos. Idyllische Wege gibt es genug.

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