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Der Sitz der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim würde zum Sitz der neuen Sparkasse Schwaben-Bodensee

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    Weg für Fusion zu größter schwäbischer Sparkasse ist frei

    Die Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim und die Kreissparkasse Augsburg fusionieren zum neuen Jahr unter dem Namen Sparkasse Schwaben-Bodensee. Auch der Kreistag im Unterallgäu stimmte heute zu. Damit entsteht eine der größten Sparkassen Bayerns.

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    Von
    • Florian Regensburger

    Der Unterallgäuer Kreistag hat sich mit großer Mehrheit für die Fusion der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim und der Kreissparkasse Augsburg zur Sparkasse Schwaben-Bodensee ausgesprochen. Bei einer Sitzung im Mindelheimer Forum votierten die Kreisräte als letztes einer Reihe öffentlicher Gremien mit 53 zu 2 Stimmen für den Zusammenschluss. Der Fusion steht damit nichts mehr im Weg.

    Neuer Name "Sparkasse Schwaben-Bodensee" ab 2022

    Zum 1. Januar 2022 soll die neue Sparkasse Schwaben-Bodensee entstehen, sie wäre die größte Sparkasse Schwabens und die fünftgrößte in Bayern, mit einer Bilanzsumme von dann rund 8,8 Milliarden Euro jährlich, 62 Geschäftsstellen und mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Hauptsitz der neuen Sparkasse soll Memmingen sein, in Augsburg ist eine weitere Hauptgeschäftsstelle vorgesehen.

    Sparkassen sollen attraktiver für Geschäftskunden werden

    Für Privatkunden werde sich durch einen Zusammenschluss nicht viel ändern, sagt Alex Eder (Freie Wähler), Unterallgäuer Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim, dem BR: "Da bleibt die Filiale die gleiche und der Ansprechpartner bleibt der gleiche." Eine spürbare Verbesserung werde es dagegen im Bereich Geschäftskunden geben, für die ein größeres Bankhaus ein attraktiverer Partner wäre: "Der Mittelstand bei uns in der Region ist in den letzten 15, 20 Jahren ganz enorm gewachsen vom Finanzvolumen her. Wenn wir da Schritt halten wollen, dann tut uns diese Fusion gut", so Eder weiter. Unter anderem durch die größere Eigenkapitalausstattung werde die "Leistungsfähigkeit für die Kunden in der Region" durch eine Fusion erhöht, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Memmingen. Deren Stadtrat hat sich bereits mehrheitlich für die Fusion ausgesprochen.

    Synergien auch beim Thema Digitalisierung erwartet

    Außerdem erhoffen sich die Landkreise und Städte als Träger der Sparkassen durch die Fusion Synergie-Effekte mit Blick auf Herausforderungen wie die Digitalisierung, die Regulierung durch die Bankenaufsicht und die anhaltende Niedrigzinsphase. Filialschließungen und Entlassungen im Zuge der Fusion sind demnach nicht geplant.

    Fusion der Sparkassen fürs neue Jahr geplant

    In den vergangenen Wochen war in mehreren beteiligten Gemeinde- und Kreis-Parlamenten Kritik an der Geschwindigkeit laut geworden, mit der die Fusion vollzogen werden soll. So liefen nach der Verkündung der Pläne vor nicht einmal einem Monat, am 22. April, bei einer erst tags zuvor kurzfristig einberufenen Pressekonferenz die Abstimmungen im Eilverfahren: Bereits zum 3. Mai haben die Verwaltungsräte und Verbandsversammlungen der beiden beteiligten Sparkassen den Fusionsplänen zugestimmt. Es folgten die Kreistage in Augsburg und Lindau sowie die Stadträte in Memmingen, Schwabmünchen, Mindelheim und Lindau. Stimmt auch der Unterallgäuer Kreistag heute zu, sollen die beiden Sparkassen zum 1. Januar 2022 fusionieren.

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