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Fugger-Express
© Deutsche Bahn AG

Autoren

Beate Mangold
Mario Kubina
© Deutsche Bahn AG

Fugger-Express

Das Vergabeverfahren für die Strecke des Fugger-Express zwischen Ulm, Augsburg und München ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Nun zeichnet sich aber ab, dass die DB Regio dabei wohl einen Rückschlag erlitten hat. Laut einer Pressemitteilung will die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) dem britischen Unternehmen Go Ahead den Zuschlag für die Strecke erteilen.

Vergabeverfahren endet frühestens am 18. Dezember

Die Deutsche Bahn bedauert die Entscheidung der BEG. Die DB sei enttäuscht darüber, dass ihr attraktives Angebot, welches Neufahrzeuge und viele zusätzliche Qualitätsmerkmale beinhaltet, nicht überzeugen konnte, heißt es von Seiten des Unternehmens. Ob die Bahn gegen die Vergabepläne vorgehen werde, lies das Unternehmen vorerst offen.

Die endgültige Entscheidung im Vergabeverfahren fällt frühestens am 18. Dezember. Bis dahin läuft das Verfahren offiziell noch. In der Vergangenheit hatten verspätete und überfüllte Züge beim Fugger-Express für Ärger gesorgt.

Bayerische Regiobahn behält wohl ihre Strecken

Zum laufenden Vergabeverfahren gehören auch die Strecken von Würzburg über Donauwörth nach Augsburg und von Aalen nach Donauwörth. Auch diese beiden Strecken sollen in Zukunft von Go Ahead betrieben werden.

Darüber hinaus hat die BEG bekannt gegeben, wer künftig die Strecken von Schongau über Weilheim nach Augsburg und von Augsburg-Oberhausen nach Ingolstadt betreiben soll. Für diese beiden Strecken hat die Bayerische Regiobahn den Zuschlag erhalten, also der derzeitige Betreiber der Strecke.

Fahrgastverband begrüßt Vielfalt auf den Strecken

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt, dass die Strecken auf verschiedene Unternehmen verteilt werden. Ein Sprecher des Verbandes sagte dem BR, es sei gut, wenn sich alle Bahnunternehmen anstrengen müssten. Seit die Bayerische Regiobahn einige Strecken betreibe, habe sich vieles verbessert: Die Züge seien jetzt im Schnitt pünktlicher und sauberer als früher. Zu Go Ahead könne man allerdings noch nichts sagen, so der Pro-Bahn-Sprecher.