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Entlastung Grafenrheinfelds bringt Belastung für Nürnberg | BR24

© picture-alliance/dpa

Höchstspannungsleitung

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    Entlastung Grafenrheinfelds bringt Belastung für Nürnberg

    Wenn Grafenrheinfeld (Lkr. Schweinfurt) beim Stromnetzausbau entlastet würde, müsste stattdessen der Raum Nürnberg stärker belastet werden. Zu diesem Ergebnis kommen die Netzbetreiber in ihrem jüngsten Netzentwicklungsplan.

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    Im neuesten Netzentwicklungsplan heißt es: Die beiden geplanten neuen Wechselstromleitungen von Hessen und Thüringen nach Grafenrheinfeld seien verzichtbar, wenn stattdessen bestehende Hochspannungsleitungen stärker ausgebaut würden. Zum einen müsste Übertragungsnetzbetreiber Tennet zufolge eine bestehende Höchstspannungsleitung in Hessen verstärkt werden. Außerdem müsste die bestehende Wechselstromleitung vom thüringischen Altenfeld über Würgau (Lkr. Bamberg) nach Ludersheim (Lkr. Nürnberger Land) ausgebaut werden – entweder indem eine neue Leitung parallel zu den bestehenden Masten gebaut würde oder durch einen kompletten Neubau.

    Thüringer Strombrücke müsste modifiziert werden

    Sollte nach Grafenrheinfeld keine Höchstspannungsleitung verlaufen, müsste auch die Thüringer Strombrücke im Raum Coburg, die Ende des Jahres fertiggestellt wird, modifiziert werden, sagte ein Tennet-Sprecher dem Bayerischen Rundfunk: Entweder müssten parallel zur Strombrücke weitere Masten aufgestellt werden, oder aber die neue Strombrücke abgerissen und als stärkere Variante errichtet werden. Dieser Schritt sei aber kaum vermittelbar, so der Tennet-Sprecher.

    Netzbetreiber rechnen Alternativen durch

    Die Netzbetreiber hatten auf Geheiß aus Berlin überprüft, unter welchen Umständen Grafenrheinfeld beim Netzausbau entlastet werden könnte. Insgesamt legt Tennet Wert darauf, dass die neuen Berechnungen keine endgültige Festlegung darstellen.