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Entführung nach Goldbetrug: Oberpfälzer in München verurteilt | BR24

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Drei Männer aus der Oberpfalz, die sich ihr Geld mit Gewalt von einem Betrüger zurückholen wollten, wurden zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt.

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Entführung nach Goldbetrug: Oberpfälzer in München verurteilt

Ein Fall wie aus einem Fernsehkrimi hat das Amtsgericht München beschäftigt. Angeklagt waren drei Männer aus der Oberpfalz, die sich ihr Geld mit Gewalt von einem Betrüger zurückholen wollten. Sie wurden zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt.

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Von
  • Birgit Grundner

375.000 Euro hatte ein Landwirt aus Neumarkt einem Münchner Autohändler gegeben - dafür sollte er angeblich Gold aus Rumänien bekommen. Als ihm klar wurde, dass daraus nichts wird, fuhr er mit Freunden nach München, um das Geld zurückzuholen.

Tür eingetreten - in Kofferraum gesteckt - in Waldstück geschlagen

Der Autohändler brachte sie zu seiner Wohnung in Sauerlach, verschanzte sich dann aber dort. Die Oberpfälzer traten die Tür ein, zerrten den Händler in den Kofferraum seines Autos und fuhren ihn in ein Waldstück, "um ihn weiter zu schlagen", wie es in einer Mitteilung des Amtsgerichts heißt. Darauf stellte der Händler Geld in Vaterstetten in Aussicht, für die Fahrt wurde er wieder in den Kofferraum gesteckt.

Familie des Entführten stoppt Auto und schlägt auf Oberpfälzer ein

Unterwegs wurde der Wagen aber gestoppt - der Bruder des Händlers hatte ihn offenbar zufällig gesehen, war ihm gefolgt und hatte für die Rettungsaktion sein eigenes Auto auf der Straße quergestellt. Weitere Familienangehörige kamen dazu und schlugen auf die Oberpfälzer ein, bis die Polizei dem ein Ende machte.

Händler, Landwirt und Freunde zu Haftstrafen verurteilt

Der Landwirt und seine beiden Freunde bekamen wegen gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung eine Freiheitsstrafe von neun Monaten mit Bewährung und müssen je 3.000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Der Autohändler, der diverse Prellungen und Wunden erlitten hatte, wurde vor kurzem ebenfalls verurteilt: zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten wegen Betrugs. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig

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