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© BR/ Christina Haas
Bildrechte: BR/ Christina Haas

Ente "Emma" ist auch in diesem Jahr zurück und brütet im Balkonkasten unserer BR-Reporterin.

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    Enten-Tagebuch: Emma brütet wieder über Margetshöchheim

    Sie ist zurück in Margetshöchheim: Balkonente Emma. Seit mittlerweile vier Jahren kommt die Ente nun schon zu unserer BR-Reporterin Christina Haas und macht es sich auf ihrem Balkon gemütlich. Was Ente Emma erlebt? – Hier im "Enten-Tagebuch".

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    Von
    • Christina Haas
    • Julia Dechet
    • Alisa Wienand

    +++ Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert +++

    Vorbereitungen für den "großen Tag"

    28 Tage lang brüten Stockenten durchschnittlich, je nach Wetter mal etwas länger oder auch etwas kürzer. Balkonente Emma könnte also demnächst nicht mehr auf zwölf Eiern sitzen, sondern zwölf Entenküken in ihrem Nest herumwuseln haben.

    Während die Enten-Mama zu Beginn der Brutzeit noch immer mal wieder an der Balkontür von BR-Reporterin Christina Haas geklopft hat, scheint Ente Emma jetzt voll und ganz auf ihren Nachwuchs konzentriert zu sein. Auch längere Ausflüge macht die Ente mittlerweile nicht mehr. Stattdessen werkelt sie am eigenen Nest herum und baut ein, was sie so um sich herum finden kann. Lange dürfte es also nicht mehr dauern, bis die Küken schlüpfen.

    Badetag für Balkonente Emma

    Das gibt es für Ente Emma zu essen

    Auf dem Balkon von BR-Reporterin Christina Haas in Margetshöchheim findet Ente Emma immer etwas Leckeres zu essen. Am liebsten mag sie Rosmarin, Lavendel und Sauerampfer. Manchmal bleibt aber auch beim Kochen etwas für die Balkonente übrig. Bei Christina Haas und ihrer neunjährigen Tochter Hannah gibt es heute Fisch und Gemüse. Da fallen für Emma ein paar klein geschnippelte Kartoffel- und Karottenschalen an. Aber was davon schmeckt ihr am besten?

    Christina Haas geht mit einer Hand voll Kartoffel- und Karottenschalen auf den Balkon und legt sie in den Balkonkasten neben Emmas Nest, in dem sie ihre Eier ausbrütet. Die Ente schnappt mit ihrem Schnabel nach einer Kartoffelschale. Die Karottenschalen scheinen sie nicht zu interessieren.

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    Bildrechte: BR/Christina Haas

    Balkonente Emma lässt sich die Kartoffelschalen schmecken.

    Balkonente Emma geht live

    Emma hat es bis zuletzt spannend gemacht: Eine Stunde vor dem Livestream auf Instagram hat sich die Stockente dazu entschlossen, einen Ausflug an den Main zu machen. Die Kirchturmuhr schlug 17 Uhr, der Livestream ging los und von Emma fehlte immer noch jede Spur. Doch kurz bevor BR-Reporterin Christina Haas und ihre Tochter Hannah dazu geschaltet wurden, waren schließlich Flatter-Geräusche zu hören: "Emma im Anflug", schrie Hannah erleichtert. Die Entendame hat wirklich ein gutes Timing. Sie watschelt durch die Kräuter auf ihr Nest und genießt ihren Live-Auftritt auf der Instagramseite von BR Franken.

    Hannah beantwortet Fragen über Ente Emma

    Keiner kennt die Balkonente Emma so gut wie Hannah. Seit vier Jahren beobachtet die Tochter von BR-Reporterin Christina Haas die Ente beim Brüten. Die Neunjährige weiß alles über die Vorlieben der Stockente. Sie passt auf sie auf, füttert sie und redet sogar mit ihr. Hannah hat uns einige Fragen über Emma und ihren Besuch auf dem Balkon in Margetshöchheim beantwortet:

    Warum lieben Enten euren Balkon?

    Hannah: Ich weiß nicht, wir kümmern uns gut. Es ist einfach so schön, sie fühlt sich hier wohl. Wir geben ihr Wasser, manchmal auch ein bisschen Karottenschalen aber selten Brot, weil das ist für Enten sehr schlecht. Und deswegen glaube ich einfach: Sie spürt, dass wir ihr nichts Böses wollen. Deswegen hat sich das so rumgesprochen: Entenhotel, willkommen!

    Was mag Emma am liebsten?

    Hannah: Ich glaube, sie mag es sehr, wenn wir gleich früh am Morgen zu ihr kommen, an der Terrasse vorbeischauen. Dann sagen wir: "Guten Morgen, Emma!" Das ist gleich ein guter Start in den Tag. Dann geben wir ihr am Morgen meistens Wasser. Das findet sie immer gut, da macht sie immer "Schlüüüürf". Das hört sich richtig lustig an.

    Was mag Emma nicht?

    Hannah: Wenn wir Besuch haben und der dann gleich zu ihr hingeht. Das mag sie nicht so, weil uns kennt sie. Da muss man einfach langsam rangehen. Emma mag auch nicht, wenn die Dohlen immer hier rumschnuppern an ihren Eiern. Sie haben sogar schonmal ein Ei kaputt gemacht. Aber wir haben sie vertrieben.

    Redest du mit Emma?

    Hannah: Ja, ich rede echt mit der Emma. Zum Beispiel, wenn ich morgens rauskomme: "Hi Emma, guten Morgen!" Oder, wenn ich zu ihr hinkomme, dann rede ich einfach ein bisschen mit ihr. "Emma, wie war es denn so unten am Wasser?" Und was ich rede, ist eigentlich ganz unterschiedlich. Manchmal frage ich, wie ihr Tag war, was sie jetzt noch macht.

    Was soll niemand über Emma wissen?

    Hannah: Dass sie uns in die Wohnung kackt. Das ist ihr – glaube ich – ganz schön peinlich.

    Was darf Emma alles?

    Hannah: Wir finden es voll okay, wenn sie einfach auf dem Balkon rumläuft. Sie kann hier ein bisschen rumlaufen, wenn sie unsere Pflanzen einigermaßen in Ruhe lässt. Das ist alles okay.

    Was darf Emma auf keinen Fall?

    Hannah: Wir haben da echt ein paar Regeln, aber eigentlich nicht viele. Wir haben es ihr abgewöhnt, in unsere Wohnung zu gehen, weil das auch nicht sehr appetitlich ist. Auf der Terrasse macht uns das nichts aus, aber in der Wohnung sind wir ein bisschen zurückhaltend. Also: Nicht in die Wohnung! Und dann haben wir noch eine Sache: Wir haben eine Treppe vor der Balkontür und da füttern wir sie nicht mehr. Weil da liegen sonst überall Krümel rum und da kommen dann Ameisen direkt an unsere Tür. Und dann kommen die in unsere Wohnung. Und das wollen wir echt nicht.

    Welche Pflanzen sind nicht sicher?

    Hannah: Da kommt ganz am Anfang der Rosmarin. Den pflückt Emma gerne mal ratzekahl. Den Schnittlauch lässt sie echt in Ruhe. Die Erdbeerpflanzen rupft sie immer raus. Das gefällt ihr echt gut. Aber am schlimmsten ist echt der Rosmarin.

    Ist schon mal etwas schief gegangen?

    Hannah: Nur das mit den Nilgänsen beunruhigt sie immer. Da oben sitzt auch wieder eine und schaut, was wir hier machen. Das mit den Nilgänsen ist echt nicht gut: Emma fühlt sich da nicht gut. Sie liebt es hier uns sie weiß auch: Wenn wir hier sind, passiert ihr nichts. Aber sie hat einfach ein bisschen Angst.

    Woher weißt Du, dass es Emma ist?

    Hannah: Das ist eine ganz einfache Frage: Ich fühle, dass es Emma ist. Aber es gibt auch eine genauere Erklärung: Emma ist einfach zutraulich und wir kennen sie schon richtig lange. Sie ist jetzt schon das vierte Jahr da. Dann merkt man einfach, ob das diese Ente ist oder nicht. Das ist wie bei einem anderen Haustier.

    Freudenschrei: Ente Emma ist zurück in Margetshöchheim

    Die neunjährige Hannah konnte es kaum erwarten. Schon Ende März zog es die Tochter von BR-Reporterin Christina Haas aus dem Bett, noch bevor der Wecker klingelte. Sie rannte immer wieder aufgeregt zur Balkontür, klar: sie wollte sofort mitbekommen, ob und wann Emma zurückkommt. Aber könnte Emma nicht einfach klingeln, wenn sie da ist? Nicht unbedingt, denn Emma ist eine Ente, ist aber in Margetshöchheim im Landkreis Würzburg fast schon ein heimlicher Star geworden.

    Zum vierten Jahr in Folge kommt die Balkonente Emma nämlich nun schon zu unserer BR-Reporterin, um dort in Ruhe ihre Eier auszubrüten. Anfang April dann der Freudenschrei bei Hannah: Ente Emma ist zurück. In diesem Jahr brachte sie zum Eierlegen ihren Erpel mit, erzählt Christina Haas. Der schob regelrecht Wache, da ein Greifvogel immer wieder seine Runden drehte.

    Dann legte Balkonente Emma, wie immer, ein "Testei", um zu prüfen, ob der ausgesuchte Platz zum Brüten geeignet ist. In diesem Jahr hat es laut Christina Haas sogar drei Anläufe gebraucht, denn: unerklärlicherweise wurden zwei Testeier aus dem Nest geworfen – möglicherweise das Werk von Dohlen, Nilgänsen oder dem besagten Greifvogel.

    Mittlerweile fühlt sich Balkonente Emma aber sicher und auch der Erpel ist wieder weitergezogen. Jetzt sitzt Emma bei Wind und Wetter im Balkonkasten und harrt der Dinge.

    Im vergangenen Jahr war die Brüte-Zeit durchaus aufregend. Zeitweise hat es sich sogar eine weitere Ente bei Emma auf dem Balkon in Margetshöchheim gemütlich gemacht und gebrütet. Die Instagram-Community von BR Franken taufte sie auf den Namen "Elsa".

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