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Entbindungsstation in Bad Aibling schließt | BR24

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Baby Felix

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    Entbindungsstation in Bad Aibling schließt

    In Teilen Oberbayerns fehlen Hebammen: Die geburtshilfliche Abteilung des RoMed Klinikums in Bad Aibling muss sogar zum 15. August schließen. Von Nathalie Stüben und Matthias Lauer

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    Eine sichere Versorgung der entbindenden Frauen und ihrer Babys ist nicht mehr zu gewährleisten, weil die Personalsituation bei Hebammen in der Bad Aiblinger geburtshilflichen Abteilung des RoMed Klinikums so stark angespannt ist, sagte eine der dort tätigen Hebammen dem BR.

    "Eigentlich sind wir jetzt schon unterbesetzt und arbeiten am Limit." Hebamme im RoMed Klinikum Bad Aibling

    Hebammen hören auf

    Aktuell arbeiten sechs freiberufliche Beleghebammen in der Entbindungsstation. Mitte August gehen zwei davon in Elternzeit. Auf die seit Januar ausgeschriebenen Stellen habe sich keine Hebamme beworben, sagte eine der dort tätigen Hebammen gegenüber dem BR. Die Geburtsstation nach dem 15.August weiterzuführen, wäre unverantwortlich und gefährlich. Aus diesem Grund haben fast alle Beleghebammen von Bad Aibling um die Aufhebung ihrer Verträge gebeten.

    Immer mehr Geburten in Bad Aibling

    Die Zahl der Neugeborenen in der geburtshilfliche Abteilung von Bad Aibling stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Zurzeit kommen hier rund 600 Babys pro Jahr auf die Welt.

    "Natürlich ist es jetzt sehr schade, dass wir diesen Schnitt machen müssen – die Sicherheit von Mutter und Kind hat jedoch höchste Priorität." Peter Lenz, Geschäftsführer der RoMed Kliniken

    Nun müssen die umliegenden Kliniken die Lücke füllen, die durch die wegfallende Geburtshilfe in Bad Aibling entsteht. Somit wird sich auch die Lage in Wasserburg und Rosenheim verschärfen.