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Energiesparen: Lernen von den Profis | BR24

© BR/Andreas Wenleder

Wer seinen Energieverbrauch senken will, kann sich professionell beraten lassen. Energiespar-Berater finden auch versteckte Energiefresser. Die Kosten zahlt zum Großteil der Bund.

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Energiesparen: Lernen von den Profis

Eine Energieberatung kann helfen viel Geld zu sparen. Professionelle Energiespar-Berater finden in Gebäuden auch versteckte Energiefresser. Die Kosten übernimmt zum Großteil der Bund. In Regensburg ersetzt die Stadt auch den Eigenanteil.

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Wer seinen Energieverbrauch senken will, kann sich professionell beraten lassen. Energiespar-Berater bieten Hausbesuche an, um auch versteckte Strom und Energiefresser zu finden. Die Kosten zahlt zum Großteil der Bund. In Regensburg übernimmt die Stadt auch den Eigenanteil von 30 Euro.

Kosten werden zum Großteil erstattet

Für Stadt und Landkreis Regensburg bietet die örtliche Energieagentur Beratungen in den eigenen vier Wänden an. Nicht nur Gebäude- oder Wohnungsbesitzer können davon profitieren, auch Mieter können einen Termin vereinbaren. Neben Strom-, Gas- und Wasserverbrauch überprüfen die Berater auch alle Räume. Einer der Berater in Regensburg ist Sebastian Zirngibl. Hier sind drei Tipps vom Experten:

1. Heizung

Eine Raumtemperatur von etwa 20 Grad ist nicht für alle, aber für viele Menschen ausreichend. Jedes Grad mehr kostet viel Energie, sagt Zirngibl. Meistens reicht also Stufe drei bei den Heizkörper-Thermostaten. Das komplette Ausschalten der Heizkörper ist im Winter aber meist auch keine gute Lösung, denn dann kühlen die Wände, Böden und Decken komplett aus. Während sich die Luft schnell wieder erwärmt, brauchen diese viel länger, um wieder aufgewärmt zu werden, und das kostet viel Energie, so Zirngibl.

2. Richtiges Lüften

Im Winter ist der Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen sehr groß. Die Luft wird beim richtigen Lüften deshalb schnell ausgetauscht, sagt der Energieberater. Die Fenster sollten immer ganz geöffnet werden. Am besten gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen, empfiehlt der Berater. Drei Minuten Stoßlüften reichen im Winter so locker aus. Die Luft ist dann frisch, die Wände und Möbel sind aber noch nicht ausgekühlt. Wer die Fenster nur kippt, riskiert dagegen Schimmel. Die Luft wird beim Kippen kaum ausgetauscht, allerdings kühlt der Bereich um den Fensterrahmen stark ab. Hier kann sich dann Schimmel bilden, da die feuchte Raumluft nicht richtig entweichen kann, sagt Zirngibl.

3. Waschmaschine und Trockner

Bei der Waschmaschine können Energiespar-Tipps ganz einfach umgesetzt werden. Die Trommel sollte möglichst vollgemacht werden. Außerdem empfiehlt Zirngibl niedrige Waschtemperaturen. Statt Kochwäsche auf 90 Grad zu waschen kann auch eine niedrigere Temperatur in Kombination mit einem Hygiene-Spüler eine Alternative sein. Auch der Wäschetrockner verbraucht viel Energie. Die Wäsche auf der Leine kostet dagegen nichts. Sogar jetzt im Winter kann das eine Alternative sein. Bei unter 0 Grad gefriert die Wäsche draußen zwar. Da die Wäsche aber dann nicht auftaut, sondern die Feuchtigkeit gleich direkt gasförmig an die Luft abgegeben wird, trocknet die Wäsche auch bei Frost. „Sublimation“, nennt der Experte diesen Effekt.

© BR/Andreas Wenleder

Test: Lässt sich das zwischen Fenster und Rahmen eingeklemmte Papier herausziehen, ist das Fenster nicht dicht und muss nachjustiert werden.