Das Curt-Frenzel-Stadion in Augsburg ist Spielstätte der Augsburger Panther.

Das Curt-Frenzel-Stadion in Augsburg ist Spielstätte der Augsburger Panther.

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    Energiekosten: Eisstadien erhöhen Preise und die Eistemperatur

    Energiekosten: Eisstadien erhöhen Preise und die Eistemperatur

    Angesichts der steigenden Energiekosten suchen auch die Eisstadien nach Möglichkeiten, Energie einzusparen. In Augsburg wird etwa die Eistemperatur erhöht. In Füssen wird ein Energiezuschlag erhoben, auch in Oberstdorf steigen die Nutzungspreise.

    Die gestiegenen Energiepreise machen auch nicht vor der dem Eissport und den Eishallen in Schwaben Halt. Beispiel Füssen: Hier wird im Sommer auf Eis trainiert, als Bundesstützpunkt für Eishockey und Curling sind die drei Eissporthallen im Juni, Juli und August gut gebucht. Produziert wird das Eis mit Strom, der aus einem Wasserkraftwerk kommt.

    Energiezuschlag im Eisstadion Füssen

    Auch wenn hier kein Gas eingesetzt werden muss, die Kosten sind trotzdem in Füssen gestiegen. Nach Angaben des Bundesstützpunkts wird deshalb schon jetzt ein Energiezuschlag von zehn Euro pro Stunde erhoben. Den müssen alle bezahlen, die die Hallen für ihr Training mieten.

    Ob in Zukunft das Eis weiter mit Strom aus Wasserkraft hergestellt wird, ob eine Wärmepumpe oder Photovoltaik zum Einsatz kommen, dazu läuft gerade eine Untersuchung. Ergebnisse sollen nach Angaben des Stützpunkts Ende des Jahres vorliegen.

    Teurer ist das Eislaufen auch in Oberstdorf geworden: Schon zu Beginn der Sommersaison sind die Preise für die Eisstunden angehoben worden, erklärte ein Sprecher des Eissportzentrums.

    Memmingen: Saisonbeginn verschiebt sich

    In Memmingen haben sich Stadt und Vertreter des Memminger Eishockeyvereins darauf geeinigt, das Eis diesen Sommer etwas später zu produzieren. Statt am 13. August kann erst ab 22. August trainiert werden. Für die Erwachsenen geht es nach Angaben der Stadt noch später los, denn zuerst dürfen die Kinder und Jugendlichen aufs Eis.

    Außerdem wird sich der ECDC Memmingen an den höheren Energiekosten beteiligen. Erzeugt wird das Eis mit Strom und nicht mehr mit Gas, die Heizung in der Halle wird reduziert und auch die Temperatur des Warmwassers soll niedriger sein. So wollen Stadt und Verein Geld sparen.

    Kaufbeuren sieht kaum Einsparpotenzial

    In Kaufbeuren ist das Eis bereits produziert und das Eishockeytraining hat begonnen. Dazu sei man vertraglich verpflichtet, heißt es vonseiten der Stadt. Große Einsparmöglichkeiten im Eisstadion sieht man bei der Stadt Kaufbeuren derzeit nicht. Das Gebäude sei relativ neu und man nutze zum Beispiel die Abwärme des Stadions zum Heizen im Hallenbad.

    Höhere Eistemperatur im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion

    Die Sportverwaltung der Stadt Augsburg hat eigenen Angaben zufolge bereits diverse Energieeinsparmöglichkeiten bei den öffentlichen Eishallen umgesetzt. So habe man im Curt-Frenzel-Stadion beispielsweise die Eistemperatur erhöht. Dadurch werde das Eis zwar weicher, pro Grad Celsius mehr können laut Sport- und Bäderamt aber etwa drei Prozent der Energie eingespart werden.

    Für die Profispiele werde das Eis jedoch stärker gekühlt, um den gewohnten Standard zu gewährleisten. Die Kühlung könne kurzfristig verändert werden.

    Einstellen des Betriebes "nicht sinnvoll"

    In der Eishalle Haunstetten wurde zusätzlich zu diesen Maßnahmen die Raumtemperatur um rund fünf Grad gesenkt, gelüftet wird mit Umluft und nur geringfügig Frischluft. Ein Einstellen des Betriebes ist laut Sportamt nicht sinnvoll, da es ungleich mehr Energie braucht, Eis aufzubauen als die bestehende Eisfläche zu erhalten. Lediglich im Außenbereich, der Eisbahn 2 im Curt-Frenzel-Stadion, werde die Eisfläche bei sehr warmen Temperaturen gesperrt.

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