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Energie sparen: 13 Kommunen vernetzen sich | BR24

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Gemeinden aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein haben ein Energie-Effizienz-Netzwerk gegründet.

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Energie sparen: 13 Kommunen vernetzen sich

Gemeinden aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein und das Institut für nachhaltige Energieversorgung der Technischen Hochschule Rosenheim haben ein Energie-Effizienz-Netzwerk gegründet. Damit wollen sie CO2-Ausstoß und Energiekosten senken.

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Nicht nur ein Konzept vorlegen, sondern auch konkrete Maßnahmen zum effizienten Umgang mit Energie umsetzen - darum geht es laut Technischer Hochschule in Rosenheim in dem Projekt.

Die Hochschule moderiert das Netzwerk und berät die einzelnen Kommunen. Denn Teil des Projektes ist es auch, den Kommunen Betreuer an die Seite zu stellen. Diese prüfen, wo Einsparpotential besteht: zum Beispiel bei kommunalen Schwimmbädern, in Schulen, oder den Rathäusern. Dann legen sie gemeinsam mit der Kommune einen Plan fest: Wie können CO2-Ausstoß und Energiekosten in den kommenden Jahren gesenkt werden? Und sie bewerten: Wie ist das wirtschaftlich möglich?

Landrat: Kleine Maßnahmen machen zusammen viel aus

Der stellvertretende Landrat des Landkreises Rosenheim, Josef Huber, lobt die neue Initiative. Sie habe "Vorbildcharakter" über die teilnehmenden Kommunen hinaus. Er sehe großes Potential, denn wenn viele Kommunen kleine Maßnahmen träfen, mache das auch "einen großen Haufen" aus.

Auch der Vizepräsident der Technischen Hochschule Rosenheim, Eckhard Lachmann, betonte, dass der effiziente Umgang mit Energie jeden angehe. Hier könne man wirklich etwas auf kommunaler Ebene angehen. Das ist auch das Ziel der teilnehmenden Kommunen. Mehrheitlich äußerten die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden, dass sie sich einen "Wissenstransfer" erhofften, Innovationen, Denkanstöße und einen Aktionsplan.

Best-Practice-Beispiele sollen helfen

Konkret besteht das Projekt aus zwei Säulen. Eine Säule sind Netzwerktreffen, die vier Mal im Jahr stattfinden. Hier vernetzen sich die teilnehmenden Gemeinden, um ihre Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Dann werden Best-Practice-Beispiele vorgestellt, Fachvorträge gehalten und Herausforderungen besprochen. Oberthemen sind etwa E-Mobilität, Sanierung und Heizung, Regenerative Energieträger, aber auch Wirtschaftlichkeitsrechnungen.

Unterstützung von der TH Rosenheim

Die zweite Säule ist die Beratung durch die Technische Hochschule Rosenheim. Diese betrachtet gemeinsam mit den Kommunen die kommunalen Liegenschaften und analysiert, wo CO2-Ausstoß und Energiekosten gesenkt werden können - und wie das wirtschaftlich realisiert werden kann. Diese Maßnahmen werden regelmäßig überprüft und die Situation gegebenenfalls neu bewertet.

Das Projekt wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesumweltministerium gefördert. Drei Jahre lang werden hier 60 Prozent der Kosten übernommen. Aktuell werden in Bayern 26 solcher Netzwerke gefördert. Das neu gegründete Netzwerk wird im April sein erstes Netzwerktreffen haben.

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