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Bildrechte: BR / Anne-Lena Schug

Endlich kam der langersehnte Regen. Manche Pflanzen haben schon Trockenschäden. Doch trotz des aktuellen Niederschlags ist es generell viel zu trocken in Bayern.

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Endlich Regen: Große Trockenschäden gerade noch abgewendet?

Bayerns Landwirte haben mit dem Wetter zu kämpfen: Auch wenn bei manchen ein anderer Eindruck entstand, waren der März und teilweise der April zu trocken für die Jahreszeit. Zwar ist endlich der ersehnte Regen gekommen, aber er dürfte nicht reichen.

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Von
  • Anne-Lena Schug

Landwirte in Bayern freuen sich über den Niederschlag am Wochenende. In der Nacht zum Sonntag (2.5.) hatte es zum Beispiel bei Landwirt Markus Dillinger aus Saal an der Donau im Landkreis Kelheim fast 35 Liter pro Quadratmeter geregnet. Der Niederschlag sei sehr wichtig gewesen. Dennoch bräuchte es noch deutlich mehr Regen über einen langen Zeitraum hinweg, um die Defizite der letzten Jahre auszugleichen, so Dillinger.

Manchen Pflanzen sieht man Trockenheit schon an

Manche Pflanzen hätten bereits Trockenschäden. Das sei zum Beispiel daran zu erkennen, dass sie die Blätter eingerollt haben, um die Verdunstungsfläche zu verkleinern. Auch bei der Gerste bemerkt Dillinger Schäden. Manche Seitentriebe sind verwelkt.

Hätte es jetzt nicht geregnet, hätte Dillinger früher als geplant Gras mähen müssen, bevor es noch weiter austrocknet. In dem Fall hätte er dann deutlich weniger Futter für seine Kühe im Winter. Es sei derzeit noch nichts verloren, dennoch mache ihm die Trockenheit Sorgen, so Dillinger.

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Generell sind die Böden - besonders in der Tiefe - viel zu trocken

Dillinger bemerkt, dass die tieferen Bodenschichten sehr trocken seien. Ihm sei aufgefallen, dass dieses Jahr Brunnen oder Quellen schon jetzt ausgetrocknet seien, was sonst – wenn überhaupt – erst im Spätsommer der Fall gewesen sei. Jetzt bräuchte es mindestens zwei bis drei regenreiche Jahre, um die Defizite der letzten Jahre wieder auszugleichen.

© BR / Anne-Lena Schug

An manchen Stellen ist das Weidegras zu trocken und daher gelblich-braun.

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Markus Dillinger ist erleichtert, weil es am Wochenende verhältnismäßig viel geregnet hat.

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Fast 35 Liter pro Quadratmeter hat es von Samstag auf Sonntag geregnet.

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Markus Dillinger bemerkt eine zunehmende Trockenheit. Dieser Bach führte zu seiner Kindheit viel mehr Wasser.

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