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Endlagersuche: Zwischenbericht wird erläutert | BR24

© BR/Martin Gruber

Bei der Endlagersuche ist der Landkreis Freyung-Grafenau mit dabei. Thurmansbangs Bürgermeister und der Landrat sehen das kritisch.

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Endlagersuche: Zwischenbericht wird erläutert

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hat im September einen Bericht zur Endlagersuche veröffentlicht. Zu den potentiellen Gebieten für ein Endlager gehört auch der Saldenburger Granit im Bayerischen Wald. Nun wird der Bericht genauer erläutert.

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Nächster Schritt bei der Suche nach einem atomaren Endlager: Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) stellt an diesem Wochenende betroffenen Regionen den "Zwischenbericht Teilgebiete" genauer vor. Die Konferenz findet von Kassel aus online statt. Dann sind auch Teilnehmer aus dem Landkreis Freyung-Grafenau mit dabei.

Zweitägiges virtuelles Treffen der betroffenen Gemeinden

Mit Spannung, aber ohne große Erwartung geht Martin Behringer (FWG), Bürgermeister in Thurmansbang, in das virtuelle zweitägige Treffen. Entscheidend sei, wie sehr sich betroffene Gemeinden einbringen könnten. Die Form der Bürgerbeteiligung sei für ihn ein ganz zentraler Punkt. Behringer: "In den letzten Jahren ist Angekündigtes nicht immer eingehalten worden. Zum Beispiel hat es von Seiten der BGE geheißen, dass gut 20 Teilgebiete als Endlagerstandort in Frage kommen. Laut Zwischenbericht ist jetzt plötzlich halb Deutschland geeignet."

Bayerwald für ein unterirdisches Depot ungeeignet?

Auch der Freyung-Grafenauer Landrat Sebastian Gruber (CSU) wird sich die Erläuterungen zur Endlagersuche genau anhören. Es sei wichtig, die einzelnen Schritte genau zu kennen, sich umfassend und direkt zu informieren. Seine Haltung sei klar: Der Bayerische Wald sei für ein unterirdisches Depot mit hochradioaktivem Abfall absolut ungeeignet.

Standortsuche dauert insgesamt zehn Jahre

Die BGE hatte Ende September ihren Stand zur Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle veröffentlicht. Es wurden Gebiete aufgezählt, die aufgrund geologischer Gegebenheiten geeignet sind. Erwartungsgemäß ist unter anderem der Saldenburger Granit im Bayerischen Wald auf dieser Liste. Die Standortsuche dauert insgesamt über zehn Jahre.

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