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Endlagersuche: Bayerwald-Bürgermeister in Arbeitsgruppe gewählt | BR24

© BR/Katharina Häringer

Martin Behringer, der Bürgermeister von Thurmansbang im Landkreis Freyung-Grafenau, ist in eine Arbeitsgruppe der Fachkonferenz gewählt worden. Als Mitglied dieser Arbeitsgruppe wird er nah dran sein an allen weiteren Entscheidungen.

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Endlagersuche: Bayerwald-Bürgermeister in Arbeitsgruppe gewählt

Es ist ein erster Schritt in Richtung Mitspracherecht bei der Atommüll-Endlagersuche: Martin Behringer, der Bürgermeister von Thurmansbang im Landkreis Freyung-Grafenau, ist in eine Arbeitsgruppe der Fachkonferenz gewählt worden.

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Von
  • Katharina Häringer
  • BR24 Redaktion

Drei Menschen aus Bayern sind bei der Fachkonferenz am Wochenende in eine Vorbereitungs-AG gewählt worden, in der der Zwischenbericht zur Atommüll-Endlagersuche diskutiert wurde. Einer der drei ist Martin Behringer (FWG), Bürgermeister in Thurmansbang im Landkreis Freyung-Grafenau und Vorsitzender der Bürgerinitiative gegen ein geplantes Atommüllendlager im Bayerischen Wald. Die anderen beiden AG-Mitglieder kommen aus dem Fichtelgebirge.

Unterstützung aus der Region hat Erfolg gebracht

Als Mitglied dieser Arbeitsgruppe wird Behringer die nächste Fachkonferenz mit vorbereiten und generell nah dran sein an allen weiteren Entscheidungen. "Dass ich gewählt wurde, war nur möglich, weil wir Bayern gut vernetzt waren. Und weil sich Kolleginnen und Kollegen aus dem Raum Freyung-Grafenau, Passau, Deggendorf und Regen angemeldet haben, nur um mich zu unterstützen. Das ist sehr schön und hat mich auch wahnsinnig gefreut", sagt Behringer. Die anderen beiden AG-Mitglieder kommen aus dem Fichtelgebirge.

Bayerwald-Granit zu porös für Atommüll-Lagerung?

Mit der ersten Fachkonferenz zeigt sich Behringer zufrieden. Zwar sei es anstrengend gewesen, drei Tage vor dem Bildschirm und mehreren Chats zu sitzen. Aber es habe sich gelohnt, dabei zu sein. Denn es habe wichtige und neue Informationen dazu gegeben, wie der Atommüll je nach Art des Untergrunds gelagert werden soll. Behringer argumentierte für den Bayerischen Wald mit zwei Gutachten. Die besagen, dass der Bayerwald-Granit zu porös für ein Endlager sei.

Wichtigste Frage bleibt unbeantwortet

Er hofft, dass die eingebrachte Kritik tatsächlich von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) berücksichtigt wird - so sieht es der Prozess vor. Die für Behringer wichtigste Frage blieb aber unbeantwortet: Wann werden die jetzt ausgewiesenen Teilgebiete verkleinert? Momentan - nach ausschließlich unterirdischer Analyse - gelten 54 Prozent der Fläche Deutschlands als geeignet. Die Entscheidung darüber, wann erste Regionen rausfliegen, soll zeitnah erfolgen, hieß es.

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