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Endlager-Suche: Standort in Ober- oder Mittelfranken möglich | BR24

© dpa-Bildfunk

Die Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE) hat ihren Zwischenbericht über die möglichen Standort für ein künftiges Endlager vorgelegt.

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Endlager-Suche: Standort in Ober- oder Mittelfranken möglich

Fast das ganze Gebiet Ober- und Mittelfrankens kommt als möglicher Standort für ein künftiges Atommüll-Endlager in Frage. Das geht aus dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hervor.

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Von
  • BR24 Redaktion

Insgesamt 90 Gebiete in Deutschland haben nach Erkenntnissen der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) günstige geologische Voraussetzungen für ein Atommüll-Endlager – darunter fast das gesamte Gebiet Ober- und Mittelfrankens. Das geht aus dem Zwischenbericht der BGE hervor, der heute in Berlin vorgelegt wurde.

Weite Teile des Freistaats sind als Standort denkbar

Der Bericht weist weite Teile Bayerns als möglichen Standort für ein atomares Endlager aus. Enthalten sind nicht nur wie erwartet die Granitregionen im Osten Bayerns vom Fichtelgebirge bis zum Bayerischen Wald, sondern auch eine große Fläche nördlich einer Linie zwischen Augsburg und Landshut. Ebenfalls aufgeführt werden in dem Bericht Gebiete mit Tongestein in der Gegend rund um Rosenheim, Mühldorf und Burghausen, die bisher nicht in der Diskussion waren.

Zwischenbericht ist noch keine Vorfestlegung

Eine Vorfestlegung auf einen Standort ist mit dem sogenannten Zwischenbericht Teilgebiete noch nicht verbunden. Trotzdem markiert der Zwischenbericht eine wichtige Etappe im Suchprozess. Und er wird den Dauerstreit um den strahlenden Abfall neu befeuern, vor allem in den im Bericht genannten Kommunen. Atomkraft-Gegner hatten die Suche immer wieder als intransparent kritisiert.

Bayern sah sich nie als Standort für ein Endlager

Am Mittag wollen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Umweltminister Thorsten Glauber (FW) eine Pressekonferenz zur aktuellen Entwicklung bei der Endlagersuche geben. Bayern hatte im restlichen Deutschland für Verärgerung gesorgt, weil die Staatsregierung stets betont hatte, der Freistaat komme nicht für ein Endlager in Frage. Zur besonderen Betonung hatten CSU und Freie Wähler ihre Überzeugung auch im Koalitionsvertrag verankert.

Endlager soll Atommüll eine Million Jahre sicher bewahren

Gesucht wird der beste Ort, um hoch radioaktiven Atommüll eine Million Jahre lang möglichst sicher zu lagern. Das Endlager soll unterirdisch in Salz, Ton oder Kristallin, also vor allem Granit, entstehen. Im Jahr 2031 soll der Standort gefunden sein - ab 2050 sollen dann dort Behälter mit strahlendem Abfall unterirdisch eingelagert werden können.

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Fast das ganze Gebiet Ober- und Mittelfrankens kommt als möglicher Standort für ein künftiges Atommüll-Endlager in Frage. Das geht aus dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hervor.

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