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Ende der Werkverträge bei Schlachthöfen? Gewerkschaft skeptisch | BR24

© BR/Konstantin König

Auf die Ankündigung der PHW-Gruppe, Werksvertragsmitarbeiter fest anzustellen, reagiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Bayern mit gedämpfter Freude. Der Landesvorsitzende Mustafa Öz will verpflichtende Gesetze für die Betriebe.

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Ende der Werkverträge bei Schlachthöfen? Gewerkschaft skeptisch

Auf die Ankündigung der PHW-Gruppe, Werksvertragsmitarbeiter fest anzustellen, reagiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Bayern mit gedämpfter Freude. Der Landesvorsitzende Mustafa Öz will verpflichtende Gesetze für die Betriebe.

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Mustafa Öz, der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Bayern, reagiert eher skeptisch auf die Ankündigungen der PHW-Gruppe mit Schlachthof in Bogen, die Werksvertragsmitarbeiter fest anzustellen.

Ablenkungsmanöver oder Nebelkerze?

Auf BR-Anfrage erklärt Öz, die Gewerkschaft würde Veränderungen innerhalb einzelner Betriebe natürlich begrüßen, jedoch fehle der Glaube an eine Änderung: "Wir haben Sorge, dass das eine Nebelkerze ist und getrickst wird. In den letzten 20 Jahren haben diverse Unternehmen im fleischverarbeitenden Gewerbe auf Druck von Politik und Gesellschaft Veränderungen angekündigt, jedoch fast nie präventiv und zugunsten der Mitarbeiter", erklärt Öz. Die Gewerkschaft NGG fordert deswegen einen klaren, verbindlichen gesetzlichen Rahmen - Tarifvertrag, normaler Mitarbeiterstatus, faire Bezahlung - für alle Betriebe.

Werkvertragsfirmen "verleihen" Mitarbeiter

Nur mithilfe dieser Gesetze würden Veränderungen zugunsten der Mitarbeiter gesichert werden. Mustafa Öz erklärt weiter, dass die Gewerkschaft schon mehrmals beobachtet habe, dass Betriebe als Täuschungsmanöver "Werkvertragsfirmen" gegründet hätten, um dann die Mitarbeiter wieder unter schlechteren Bedingungen an den eigenen Betrieb zu "verleihen". Im Falle des Unternehmens Wiesenhof merkt Mustafa Öz aber positiv an, dass es dort für die Mitarbeiter seit Kurzem einen Tarifvertrag gäbe.

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