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Besonders beliebtes Reiseziel für Fluggäste während der Pfingstferien: Mallorca

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    Ende der Pfingstferien: Bilanz zum Flugreiseverkehr

    Zum Ende der Pfingstferien fällt die Bilanz der bayerischen Flughäfen überwiegend positiv aus: Die Passagierzahlen steigen, die meisten Fluggäste sind gut auf Corona-Reisebedingungen vorbereitet. Für den Sommer herrscht vorsichtiger Optimismus.

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    Von
    • Gerhard Brack
    • David Herting
    • Henry Lai

    Der Flughafen München zieht zum Abschluss der Pfingstferien eine positive Bilanz: 4.700 Starts und Landungen habe es gegeben, teilte Flughafensprecher Robert Wilhelm auf Anfrage des BR mit.

    Flughafensprecher in München: "Es geht langsam aufwärts"

    In den Pfingstferien 2019 waren es noch 19.300 Starts und Landungen, also etwa viermal so viel. Allerdings hat sich die Lage im Vergleich zu den Osterferien schon deutlich verbessert. Da hatte nur ein Fünftel der sonst üblichen Flüge stattgefunden. "Es geht langsam aufwärts", kommentierte Wilhelm die Entwicklung. "Wir sind optimistisch, dass sich die Lage zum Sommer hin weiter bessert und die Zahlen weiter nach oben gehen." Wann und ob sie überhaupt wieder den Stand aus der Zeit vor der Corona-Krise erreichen, kann derzeit aber niemand sagen.

    Lieblingsziele der Urlauber: Spanien und Griechenland

    Sehnsuchtsziel der Münchner Urlaubsflüge in den Pfingstferien war das Mittelmeer. Allein nach Palma de Mallorca gab es gestern in München 13 Starts und von dort 13 Landungen, gefolgt heute von nochmals 12 Starts und 12 Landungen. Insgesamt gab es in den Pfingstferien 368 Starts nach Spanien, insbesondere zu Zielen auf den Balearen und den Kanaren. Das beliebteste Urlaubsziel ist wieder Palma de Mallorca mit 125 Starts.

    Bis zu 30.000 Passagiere am Flughafen München abgefertigt

    Aber auch andere spanische Sonnenziele wie Alicante, Jerez de la Frontera oder Malaga wurden angeflogen. 224 Maschinen starteten in München in den Pfingstferien in Richtung Griechenland, vor allem nach Kreta, Athen, Rhodos und Kos. Auch die Nordsee-Insel Sylt ist wieder von München aus erreichbar. An den verkehrsreichsten Tagen der Pfingstferien waren rund 30.000 Passagiere am Münchner Flughafen. Weil die Passagiere 1,50 Meter Abstand halten sollten, wurde es damit schon etwas eng, und es bildeten sich teils längere Schlangen. Um hier mehr Raum zu bieten, wurde das geschlossene Terminal 1 teilweise wieder geöffnet. Eine vollständige Öffnung soll am 23. Juni erfolgen.

    Corona-Tests für Reiserückkehrer nötig

    Noch immer gelten aufgrund der Corona-Pandemie zahlreiche Regelungen für den Flugverkehr. Reiserückkehrer nach Deutschland brauchen einen negativen Corona-Test, um überhaupt an Bord ihres Flugzeugs zu kommen, und auch wer in München startet, braucht meist so einen Test, die Regelungen der Zielländer sind aber unterschiedlich. "Die Leute waren aber sehr gut vorbereitet", bilanziert Flughafensprecher Wilhelm. Einzelne Fluggäste, denen der nötige Test fehlte, seien so rechtzeitig am Airport gewesen, dass sie diesen noch schnell im Testcenter am Münchner Flughafen nachholen konnten.

    Flughafen Nürnberg: Passagierzahlen gehen "in die richtige Richtung"

    Rund 23.000 Passagiere sind vom Flughafen Nürnberg aus gestartet. Das entspricht einem Rückgang von etwa 88 Prozent im Vergleich zu vor der Pandemie, sagte Flughafen-Sprecher Christian Albrecht im Gespräch mit dem BR. Natürlich seien die Passagierzahlen im Vergleich sehr reduziert und überschaubar, aber generell zeige der Trend "in die richtige Richtung", so Albrecht weiter. Seiner Meinung nach würden vor allem die zunehmende Immunisierung der Bevölkerung sowie das stetig wachsende Testangebot dazu führen, dass das Reise-Interesse der Menschen wieder wächst. Von den 16 verfügbaren Flugzielen wurden vor allem Palma de Mallorca, Antalya und Istanbul angeflogen. Vor der Pandemie habe es sonst mehr als 60 Ziele gegeben.

    "Vorsichtiger Optimismus" vor dem Sommer

    Für den Sommer wagt der Flughafen Nürnberg noch keine definitive Prognose, weil es derzeit kaum valide Zahlen gebe. Man peile aber an, bis dahin zumindest wieder etwa 40 Flugziele anbieten zu können. Sprecher Christian Albrecht beschrieb die Stimmung als "vorsichtig optimistisch". Der Flughafen Nürnberg hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 41 Millionen Euro eingefahren. 2019 konnte der Airport dagegen noch ein Plus von drei Millionen Euro verbuchen.

    Flughafen Memmingen: Höhere Auslastung in den ersten Ferientagen

    Am Flughafen Memmingen waren in den ersten Tagen der Pfingstferien höhere Auslastungen bei Flügen in Ferienorte festzustellen, wie eine Pressesprecherin dem BR sagte. Auch wenn derzeit noch nicht alle klassischen Ziele angeflogen werden, zeichne sich dennoch ein "Trend nach oben" ab, so Marina Siladji vom Allgäu-Airport. Zum Vergleich könne man allerdings nur die Zahlen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 heranziehen. Seit Ferienbeginn verzeichnete der Flughafen eine gute Auslastung. Es gebe aber "noch Luft nach oben".

    Vier Flüge nach Mallorca, die von Memmingen aus gestartet seien, hatten beispielsweise eine Passagierbesetzung von 77 Prozent, Flüge nach Chania auf Kreta 80 Prozent und die Flüge ins portugiesische Faro ebenfalls 80 Prozent. Die Flüge in dieselben Ferienorte lagen im Jahr 2019 stets bei über 90 Prozent Auslastung.

    Hohe Nachfrage bei Flügen nach Osteuropa

    Noch sind allerdings laut Flughafensprecherin nicht alle klassischen Touristenziele wieder im Programm, dann erwarte man noch mehr Passagiere. In den nächsten Tagen starten zum Beispiel Flüge nach Palermo, Brindisi. Im Juli kommen Kroatien und Rhodos hinzu. Unterdessen hätten Flüge nach Osteuropa konstant gute Buchungszahlen, vor allem von Menschen, die dort Freunde und Familie besuchen, so die Airport-Pressesprecherin.

    Das statistische Bundesamt hatte zu Monatsbeginn bekanntgegeben, dass alle drei bayerischen Verkehrsflughäfen im ersten Quartal 2021 nur insgesamt 650.000 Passagiere gezählt hatten. 2020 waren es noch 8,4 Millionen. Memmingen zählte in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 mit 59.000 Passagieren 80 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2020.

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