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München will EM-Arena in Regenbogenfarben erstrahlen lassen

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    EM-Spiel gegen Ungarn: München will Arena in Regenbogenfarben

    München will ein Zeichen setzen für mehr Toleranz – und die EM-Arena für das Spiel gegen Ungarn in Regenbogenfarben beleuchten. Das EU-Land schränkt die Rechte von Homosexuellen und Transsexuellen massiv ein.

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    • BR24 Redaktion

    Der Münchner Stadtrat fordert eine Beleuchtung in Regenbogenfarben der EM-Arena für das Spiel von Deutschland gegen Ungarn. "Die Landeshauptstadt bekennt sich zu Vielfalt, Toleranz und echter Gleichstellung im Sport und in der ganzen Gesellschaft", heißt es in einem fraktionsübergreifenden Antrag.

    Reiter: Wichtiges Zeichen für Toleranz und Gleichstellung

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will nun bei UEFA und DFB für eine Regenbogen-Arena werben. Über den Antrag soll der Stadtrat zwar erst am Mittwoch, dem Spieltag, offiziell entscheiden, doch so lange will Reiter nicht warten. "Nachdem der Antrag von allen Fraktionen gestellt wurde, werde ich mich bereits Anfang der Woche an den Veranstalter UEFA/DFB wenden", sagte er am Samstag. "Das ist ein wichtiges Zeichen für Toleranz und Gleichstellung."

    Botschaft geht an die Adresse Orbans

    Das ungarische Parlament hatte am Dienstag ein Gesetz gebilligt, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt. Das Gesetz gilt als besonderes Anliegen von Ministerpräsident Viktor Orban. Entsprechend laut war die Forderung nach einem klaren Zeichen bei der Fußball-EM in Deutschland geworden.

    Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland begrüßte die Idee einer in Regenbogenfarben leuchtenden Münchner EM-Arena beim Gruppenfinale am Mittwoch gegen Ungarn. "Gerade weil wir im "Pride Month" sind. Das wäre ein klares Zeichen", sagte LSVD-Bundesvorstand Christian Rudolph, der zugleich erster Ansprechpartner für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt beim DFB ist. Die Europäische Fußball-Union UEFA sei nun gefordert, "das Vorhaben zu unterstützen".

    Rudolph: Die Mannschaft steht dahinter

    Der Verband sei "in engem Austausch mit dem DFB". Rudolph verwies auch auf die Kapitänsbinde in Regenbogenfarben, die Nationaltorwart Manuel Neuer bereits im ersten Vorrundenspiel in München gegen Frankreich (0:1) getragen hatte. "Das ist nicht nur eine einmalige Aktion, umso wichtiger ist es, dass es über die EM andauert. Ich weiß, dass die Mannschaft dahinter steht", sagte Rudolph. "Es macht bei solchen Spielen noch einmal mehr Sinn - es ist wichtig, dass solche Aktionen nicht mehr verboten werden", betonte er. Der Sport dürfe sich nicht verstecken und müsse zu seinen Werten stehen.

    Der LSVD richtet am 26. Juni zudem die digitale Demonstration "SportPride 2021" aus für die Sichtbarkeit und Unterstützung aller Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen im Sport.

    Regenbogenfarben auch fürs Rathaus

    Nach dem Willen der Stadträte soll auch das Münchner Rathaus mit Regenbogenfahnen beflaggt werden. "Anlässlich des EM-Spiels Deutschland gegen Ungarn ist es der Landeshauptstadt München wichtig, ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der LGBTI Community in Ungarn zu setzen, die unter der aktuell verschärften homo- und transphoben Gesetzgebung der Ungarischen Regierung zu leiden hat", hieß es in dem Antrag. Das Spiel gegen Ungarn sei eine Möglichkeit, "die Botschaft zu senden, dass München für eine bunte, vielfältige und tolerante Gesellschaft steht".

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