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Eltern und Schwester umgebracht: Angeklagter gesteht Tat | BR24

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Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Ehepaares und dessen Tochter in Mallersdorf-Pfaffenberg (Landkreis Straubing-Bogen) hat der Angeklagte von Notwehr gesprochen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor.

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Eltern und Schwester umgebracht: Angeklagter gesteht Tat

Zum Auftakt des Prozesses um einen Dreifach-Totschlag in Mallersdorf-Pfaffenberg hat der Angeklagte eingeräumt, seine Eltern und seine Schwester erschlagen zu haben. Er verteidigte seine Tat als Notwehr.

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Der 41-Jährige wurde zwei Tage nach der Tat festgenommen und ist seither in der Psychiatrie untergebracht. In dem Prozess soll auch über eine dauerhafte Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Einrichtung entschieden werden.

Angeklagter leidet an Psychose

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der 41-Jährige während der Tat in einem akuten psychotischen Zustand befunden habe. Der Angeklagte selbst glaubt, dass er Opfer eines "telepathischen Angriffs“ geworden sei, wie er es in seiner Einlassung formuliert hat.

Der 41-Jährige räumte zwar ein, dass er seine 72 und 69 Jahre alten Eltern sowie seine 37 Jahre alte Schwester zunächst niedergeschlagen und ihnen dann mit einem Hammer den Schädel eingeschlagen hat. Er spricht jedoch von Notwehr. Verfeindete Dorfbewohner und Verwandte hätten zuvor auf telepathischem Wege die Atmosphäre in seiner Familie vergiftet, behauptete der Angeklagte.

Vater wollte Sohn erneut einweisen lassen

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Streit zwischen dem psychisch labilen 41-Jährigen und dem Rest der Familie gegeben. Offenbar hatte der Vater seinem Sohn schließlich angedroht, ihn ins Bezirkskrankenhaus Mainkofen einweisen zu lassen. Möglicherweise hat diese Drohung dann zu der tödlichen Eskalation geführt