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Soldat wegen Überfall auf Getränkemarkt vor Gericht | BR24

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Wegen eines Raubüberfalls auf einen Getränkemarkt in Marktheidenfeld stehen zwei Männer aus dem Landkreis Main-Spessart in Würzburg vor Gericht. Einer der beiden Angeklagten dient als Soldat bei der Bundeswehr.

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Soldat wegen Überfall auf Getränkemarkt vor Gericht

Wegen eines Raubüberfalls auf einen Getränkemarkt in Marktheidenfeld stehen zwei Männer aus dem Landkreis Main-Spessart in Würzburg vor Gericht. Einer der beiden Angeklagten dient als Soldat bei der Bundeswehr.

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Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft waren ein heute 20-Jähriger und sein 19-jähriger Komplize im September 2018 in einen Laden gestürmt, hatten einen Mitarbeiter bedroht und anschließend im Gebäude ein Feuer gelegt. Bei dem älteren der beiden handelt es sich um einen Soldaten einer Spezialeinheit.

Mitarbeiter des Getränkemarktes mit Wodka übergossen

Die beiden Angeklagten sollen ihrem Opfer nach Ladenschluss aufgelauert haben. Laut Staatsanwaltschaft waren sie dabei mit einer Schusswaffe und einem Messer bewaffnet. Sie sollen ihr Opfer geschlagen und getreten haben. Außerdem sollen sie den Mitarbeiter des Getränkemarkts mit Wodka übergossen haben, um ihn auf diesem Weg dazu zu zwingen, den Tresor des Geschäfts zu öffnen.

Schäden von rund 120.000 Euro

Den Ermittlungen zufolge legten die beiden Männer anschließend Feuer in dem Getränkemarkt, um ihre Spuren zu verwischen. Den Brand konnten die örtlichen Feuerwehren löschen. Es entstand ein Sachschaden von 40.000 Euro. Außerdem wurden Waren im Wert von insgesamt 80.000 Euro beschädigt. Die eigentliche Beute belief sich auf etwa 9.600 Euro, so die Staatsanwaltschaft.

Seit Anfang Oktober in Untersuchungshaft

Die beiden Tatverdächtigen konnte die Polizei wenige Tage später festnehmen. Sie sitzen seit Anfang Oktober in Untersuchungshaft. Der Prozess wird vor der großen Jugendkammer am Landgericht Würzburg verhandelt. Am Freitag, 12. Juli, ist noch ein weiterer Verhandlungstag angesetzt. Bei Bedarf könnte es noch einen dritten Prozesstermin am 23. Juli geben, sagte ein Sprecher des Landgerichts.