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Elemente alter Rotorblätter als Baumstütze im Siebentischwald | BR24

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Im Augsburger Siebentischwald dienen alte Rotorblätter von Windkraftanlagen als stütze für Bäume, die ihr Lebensalter erreicht haben.

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Elemente alter Rotorblätter als Baumstütze im Siebentischwald

Wenn Bäume ihr Lebensalter erreicht haben, müssen sie im Zweifelsfall gefällt werden. Im Augsburger Siebentischwald dienen jetzt Teile alter Rotorblätter von Windanlagen dazu diese Bäume aufrecht zu halten.

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Es könnte ein wegweisendes Konzept sein, das bereits jetzt Naturschützer und Baumschutzexperten aufhorchen lässt. In den Rotorblättern von Windkraftanlagen sind meterlange Carbonstangen verbaut. Diese können als Stütze für Bäume verwendet, die in die Jahre gekommen sind und die aus Sicherheitsgründen oft gefällt werden.

Morsche Bäume sind wichtiger Lebensraum

Im Augsburger Siebentischwald steht ein solch alter Baum direkt an einem vielbefahrenen Radweg. Von der Buche ist nur noch ein morscher Stamm übrig. Der aber ist ein wichtiger Lebensraum, sagt Umweltreferent Rainer Erben. Um diesen zu erhalten und zu stützen, kommt das Innere der Rotorblättern von Windkraftanlagen zum Einsatz: etwa 7 Meter lange Carbonstangen.

Carbon ist extrem belastbar und wetterfest

Franz Weißgerber aus Wallerstein hatte die Idee sie als Baumstütze zu verwenden. Er war früher in der Flugzeugproduktion beschäftigt und hatte dort immer wieder mit dem Werkstoff Carbon zu tun. Weißgerber sagt: „Carbon ist extrem fest und witterungsbeständig.“ Und weil diese Carbonstangen in den Rotorblättern von Windkraftanlagen aller 20 Jahre ausgetauscht werden müssen und übrig bleiben, da wurde er gefragt, ob er eine Idee für eine Weiterverwendung habe. Weigerber hatte. Und jetzt sind zwei von ihnen als Baumstütze im Augsburger Siebentzischwald zu bewundern.