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Elektrobusse in Mindelheim: Positive Bilanz | BR24

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Busfahrer und Fahrgäste konnten die Elektrobusse zwei Wochen lang ausprobieren und waren zufrieden. Einzige Kritik des testenden Busunternehmens: das Gewicht des Fahrzeugs und die hohen Anschaffungskosten.

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Elektrobusse in Mindelheim: Positive Bilanz

E-Scooter dürfen erst ab heute auf die Straße, elektrisch angetriebene Fahrzeuge sind dort längst unterwegs. Doch taugen sie auch für den ÖPNV? Mindelheim im Unterallgäu hat den Test gemacht.

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Fahrer und Fahrgäste seien zufrieden, sagte der Finanzleiter des Busunternehmens Steber Tours dem BR. Zwei Wochen lang war ein Mini-Bus mit zwölf Sitzen in Mindelheim unterwegs als Flexibus sowie im Schulverkehr. Das Fahrzeug beschleunige gut, schaffe trotz eingeschalteter Klimaanlage 200 Kilometer und sei über Nacht wieder einsatzbereit, sagte Manuel Steber.

Über Nacht wird die Batterie geladen

Ein Ladezyklus dauert zwischen vier und zehn Stunden. Gebaut wird der Bus vom türkischen Hersteller Karasan, der die Technik des BMW i3 übernimmt, etwa den Elektromotor oder die Hochvoltbatterie. BMW i versorgt schon die gelben Streetscooter-Fahrzeuge, die von der Deutschen Post als Lieferwagen eingesetzt werden.

Kritik am Preis: 200.000 statt 80.000 Euro

Kritik äußerte Steber am Preis, der beim Mini-Elektrobus bei rund 200.000 Euro liegt. Zum Vergleich: ein herkömmlicher Flexibus mit Dieselmotor kostet nur 80.000 Euro. Auch die schweren Batterien sind ein Problem. Mehrere Flexibusfahrer besitzen nur einen normalen PKW-Führerschein, mit dem höchstens 3,5 Tonnen bewegt werden dürfen. Bei acht Fahrgästen werde dieses Gewicht allerdings schon überschritten.