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Elefanten im Wohnzimmer: Virtuell im Tierpark Hellabrunn | BR24

© Tierpark Hellabrunn/Lena Pirzer

Der Tierpark Hellabrunn hat geschlossen. Man kann ihn aber in den sozialen Netzwerken besuchen.

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    Elefanten im Wohnzimmer: Virtuell im Tierpark Hellabrunn

    Wegen der Corona-Epidemie ist Hellabrunn seit Mitte März zu. Ganz ausgeschlossen sind seine Besucher aber nicht. Der Zoo ist jetzt besonders in den sozialen Netzwerken aktiv. Die Tiere kommen einfach zu den Menschen nach Hause, zumindest virtuell.

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    Ziegen streicheln, Erdmännchen suchen, mit Fischen meditieren: Das alles geht normalerweise in Hellabrunn – nur eben derzeit nicht. Seit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am 16. März wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Katastrophenfall ausgerufen hat, ist der Münchner Tierpark geschlossen. Doch ganz verabschieden von den Tieren muss sich niemand. Sie kommen jetzt eben zu den Menschen nach Hause – über die sozialen Netzwerke.

    Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

    Die Tiere im Netz sehen und hören

    Der Tierpark ist bereits seit Längerem auf Facebook, Instagram und Twitter aktiv; im Januar startete zudem "Mia san Tier", ein Podcast, in dem alle zwei Wochen in einer etwa 20-minütigen Folge Geschichten aus dem Tierpark-Leben erzählt werden. Die aktuelle Folge heißt "Cool bleiben mit Tiger, Hai & Co." und beschäftigt sich mit den gefährlichen Tieren im Zoo.

    Verpasster Frühling

    Seine Social-Media-Kanäle will der Tierpark jetzt noch häufiger bespielen, um die verhinderten Besucher über das Leben der Tiere auf dem Laufenden zu halten. Fast täglich gibt es neue Videos, die zum Beispiel Pazifische Rotfeuerfische beim Erkunden ihres neuen Aquariums zeigen oder Fischkatzen-Junge, die in einem Wasserbecken das Jagen üben. Aber auch Fotos von blühenden Krokussen und Schneeglöckchen sind zu sehen. "Der Frühling ist so eine schöne Zeit im Tierpark, den die Besucher jetzt leider nicht miterleben können", sagt Tierparksprecherin Lena Pirzer. Dazu gehörten auch die Momente, wenn die Tiere nach und nach wieder in ihre Freigehege dürfen.

    Freigang für die Zoobewohner?

    Millionenfach geteilt wurde in den vergangenen Tagen ein Video aus dem Zoo in Chicago, der zwei seiner Pinguine zum ersten Mal außerhalb ihrer Anlage spazieren gehen ließ. Solche Aufnahmen wird es aus Hellabrunn aber nicht geben. "Den Pinguin-Spaziergang haben wir bis vor ein paar Jahren gemacht, aber nur im tiefsten Winter und bei sauberer Luft", erklärt Lena Pirzer. Die Tiere leben in einer klimatisierten und luftgefilterten Anlage - und sollen dort auch bleiben.

    Keine Angst vor Langeweile

    Vielen von uns ist langweilig ohne die Zootiere. Ist den Zootieren auch langweilig ohne uns? Vermutlich nicht. Die meisten Tiere seien den Besuchern gegenüber neutral eingestellt, sagt die Sprecherin. Wir sind ihnen also einfach egal. Nur bei den Menschenaffen könnte das anders sein: Die finden es unterhaltsam, die Besucher zu beobachten. Also müssen wir uns derzeit alle neue Beschäftigung suchen: Menschen – und Affen.

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