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Eisiger Winter in Schwaben – Städte haben Obdachlose im Blick | BR24

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Bildrechte: BR/Tina Buchta

Hochablass bei Augsburg im Winter

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    Eisiger Winter in Schwaben – Städte haben Obdachlose im Blick

    Auch in Schwaben werden an diesem Wochenende eisige Temperaturen rund um den Gefrierpunkt und darunter erwartet. Die Städte Neu-Ulm, Augsburg und Kempten fühlen sich darauf gut vorbereitet und haben vor allem Obdachlose im Blick.

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    Von
    • Andrea Trübenbacher
    • Christine Kellermann
    • Anna Klein
    • Beate Mangold

    150 Tonnen Streusalz zusätzlich hat die Stadt Neu-Ulm angesichts der erwarteten niedrigen Temperaturen geordert. Der Vorrat an Streusalz verdopple sich damit, teilte die Stadt mit. Der Winterdienst sei außerdem mit einer speziellen Salzlauge unterwegs, um die Straßen zu enteisen.

    Ordnungsdienst und Polizei schauen speziell auf Wohnungslose

    Die Stadtverwaltung steht außerdem in engem Kontakt mit dem kommunalen Ordnungsdienst und der Polizei. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten in den nächsten Tagen besonders Ausschau nach Personen, die in der Kälte möglicherweise Schutz benötigen. Für diese Personen stehe dann eine Unterbringung zur Verfügung, entweder in den städtischen Obdachlosenunterkünften oder in den Räumlichkeiten der Stadt.

    Winterdienst in Augsburg könnte priorisiert werden

    Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb in Augsburg hat keine besonderen Vorkehrungen getroffen. Je nach Wetterlage seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber darauf eingestellt, dass der Winterdienst wieder priorisiert werde. Dies entspreche aber dem normalen Vorgehen bei winterlichem Wetter.

    SKM in Augsburg mit Kältebus unterwegs

    Die Stadt Augsburg arbeitet außerdem eng mit dem Verband SKM zusammen, um Obdachlosen gerade im Winter zu helfen, so Sozialreferent Christian Gerlinger. Die SKM ist auch diesen Winter mit dem Kältebus unterwegs, untertags können sich Obdachlose außerdem in der Wärmestube aufwärmen. Das Angebot wird auch trotz der Corona-Pandemie aufrechterhalten, teilweise gab es deshalb jedoch organisatorische Veränderungen.

    Berufsfeuerwehr rechnet noch nicht mit Problemen

    Die beiden städtischen Übergangswohnheime für Männer und Frauen sind rund um die Uhr geöffnet und haben laut Stadt freie Plätze. Die Berufsfeuerwehr Augsburg rechnet erst bei unter minus zehn Grad über fünf bis sechs Tage mit größeren Problemen. Erst dann könnte es zu „Eisstau“ in der Singold und damit zu Überschwemmungen kommen. Für festgefrorene Hydrantendeckel hält die Feuerwehr außerdem spezielle Auftaugeräte bereit.

    Streusalz der Stadt Kempten sollte ausreichen

    Auch bei der Stadt Kempten sieht man sich gut gerüstet für die kalten Nächte. "Minus 15 Grad, damit kommen wir hier im Allgäu gut klar", betont Andreas Weber, der Sprecher der Stadt. Auch wenn die Temperaturen noch weiter hinuntergingen, sei man beim Bauhof vorbereitet. Dort sei genug Salz eingelagert, um die Straßen und Gehwege in Kempten eisfrei zu halten.

    Unterbringung in der Notschlafstelle kann verlängert werden

    Schon den ganzen Winter hat die Stadt die Obdachlosen im Blick. In diesen besonders kalten Tagen schaue man aber noch mal gezielt an den Orten nach, wo sich Menschen ohne Wohnung aufhalten. Ihnen würden dann Plätze in der Notschlafstelle der Stadt angeboten.

    Dort dürfe man normalerweise nur maximal drei Nächte hintereinander bleiben, bei so niedrigen Temperaturen könne dies aber auch verlängert werden. "Kein Mensch muss in Kempten bei diesen Witterungsbedingungen im Freien übernachten", so Weber. Finanziert durch private Spenden seien außerdem auch dieses Jahr warme Schlafsäcke an Obdachlose verteilt worden.

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