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Eisiger November: Der Winter in Bayern kommt | BR24

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Frost am Morgen wie hier in Niederbayern gibt es schon jetzt - in den nächsten Tagen wird's aber nochmal zapfiger.

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Eisiger November: Der Winter in Bayern kommt

Frost und Nebel am Morgen, eisglatte Straßen, Unfälle wie die Massenkarambolage auf der A7 und der erste Schnee: Der Winter in Bayern steht auf der Matte - wenn auch nicht in jeder Region des Freistaats gleichermaßen.

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"Zapfig", wie in der vergangenen Nacht, so wird das Wetter auch in den nächsten Tagen. Oder wie BR-Wetterexperte Michael Sachweh sagt: "Der Winter kommt diese Woche in Bayern, wenn auch nicht überall."

Vor allem in Alpennähe und dem Osten des Freistaats wird es demnach sichtbar winterlich. Und das heißt auch: Autofahrer müssen besonders aufpassen.

Minus 19 Grad im Nationalpark Berchtesgaden

Schon in der vergangenen Nacht haben Meteorologen in vielen Orten Deutschlands knackig kalte Temperaturen gemessen: An einer Station am Funtensee nahe Berchtesgaden registrierte der Wetterdienstleister MeteoGroup minus 19 Grad. Auf der Schwäbischen Alb in Meßstetten zeigte das Thermometer laut Deutschem Wetterdienst minus 9,6 Grad. Im Erzgebirge seien es minus 12 Grad gewesen.

Am Wochenende war in der Rhön bereits der erste Schnee gefallen. Auch im Bayerischen Wald hatte es in den vergangenen Wochen schon geschneit.

Bis zu 15 Zentimeter Neuschnee in Südostbayern

Mit Blick auf die nächsten Tage sagt Sachweh: "Meist ist es eine nasskalte Angelegenheit mit Schnee, der oft nicht liegenbleibt. Manche Regionen sind aber durchaus richtig angezuckert." Den ersten Winterhöhepunkt gebe es dann in der Nacht zu Mittwoch: "Hier ist mit Schnee zu rechnen von den Alpen bis in den Bayerischen Wald."

Laut seiner Vorhersage fällt im Allgäu und am Alpenrand oberhalb von 600 Metern Schnee. Ähnlich sieht es aus vom Chiemgau bis ins südliche Niederbayern. Hier sinkt die Schneefallgrenze demnach auf etwa 500 Meter. Zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee seien dabei drin, prognostiziert der BR-Meteorologe.

Statistisch sei das keine Überraschung. "Der Winter hält meistens um diese Zeit Einzug", betont Sachweh. Auch der Deutsche Wetterdienst meldet: Temperaturen weit unter Null sind für Novembernächte völlig normal.

Autofahrer müssen mit Glätte und Nebel rechnen

Trotzdem bereiten Glätte, Nebel und der erste Schnee erfahrungsgemäß auf der Straße Probleme. Denn nicht jeder hat sein Auto schon mit Winterreifen ausgerüstet. Und schlechte Sicht kann dann zu schweren Unfällen führen - wie am Wochenende auf der A7 in Unterfranken: Auf eisglatter Fahrbahn und bei dichtem Nebel waren hier am frühen Sonntagmorgen 18 Fahrzeuge ineinander gekracht.

Sachweh warnt daher vor allem vor der Rushhour am Mittwochmorgen: "Autofahrer sollten eine halbe Stunde früher aufstehen, um ihr Auto frei zu kratzen und mit ausreichend Zeit in die Arbeit zu kommen", sagt er.

ADAC empfiehlt: Winterjacke im Auto aus

Der ADAC weist außerdem darauf hin: Auch bei frostigen Temperaturen sollten Autofahrer die Winterjacke im Auto ausziehen. Andernfalls liege der Sicherheitsgurt nicht richtig an, könne also nicht richtig schützen - und das gelte für Erwachsene, aber auch für Kinder.

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