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Eishockey-Jahrhundertspieler Erich Kühnhackl wird 70 | BR24

© pa/dpa/Felix Hörhager

Erich Kühnhackl beim Bayerischen Sportpreis

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Eishockey-Jahrhundertspieler Erich Kühnhackl wird 70

Deutschlands Eishockey-Legende Erich Kühnhackl wird am Samstag 70 Jahre alt. Der Jahrhundertspieler aus Landshut hat in seiner beispiellosen Karriere Rekorde für die Ewigkeit aufgestellt.

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Am Samstag wird Eishockey-Legende Erich Kühnhackl 70 Jahre alt. Zum Feiern ist dem Jahruhundertspieler aus Landshut allerdings nicht zumute. Seine geliebte Frau ist vor Kurzem gestorben.

Schwere Zeiten für den Jubilar

"Ach wissen Sie", antwortet Kühnhackl im Interview mit der Deutschen Presseagentur, "ich weiß, dass mein Geburtstag ansteht, aber mir ist überhaupt nicht danach. Vielleicht werden meine Kinder und Enkelkinder etwas Kleines organisieren." Das Wichtigste sei ihm, dass seine Familie in dieser schweren Zeit an seiner Seite stehe.

© pa/Rauchensteiner/Augenklick

Erich Kühnhackl 1989 mit seiner Frau Sylvia

Kühnhackls Rekorde für die Ewigkeit

Der Jahrhundertspieler hat in seiner beispiellosen Karriere Rekorde für die Ewigkeit aufgestellt: 131 Tore in 211 Länderspielen sind national bis heute ebenso unerreicht wie seine 155 Scorerpunkte (83 Tore/72 Assists) in nur 48 Spielen der Saison 1979/80 für den EV Landshut.

1997 wurde Kühnhackl in die Hall of Fame des Weltverbandes IIHF aufgenommen, 2016 erfolgte die Aufnahme in die Ruhmeshalle des deutschen Sports. Kühnhackl blieb im Gegensatz zu seinem Sohn Tom, der 2016 und 2017 mit den Pittsburgh Penguins den begehrten Stanley Cup in der nordamerikanischen Profiliga NHL gewann, in der Heimat, abgesehen von einem zweijährigen Abstecher in die Schweiz.

Landshut war sein Verein. Insgesamt 16 Jahre spielte er für die Niederbayern, drei Jahre lang führte er den Kölner EC Ende der siebziger Jahre in neue Höhen und zu den ersten beiden Meisterschaften (1977 und 1979). Mit dem EVL holte "der Lange" zweimal den Titel (1970 und 1983).

Auch international sorgte Erich Kühnhackl für Aufsehen: 1978 wurde er als erster deutscher Eishockeyspieler Topscorer bei einer Weltmeisterschaft. Dies war zwei Jahre nach dem sensationellen Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Innsbruck.

© pa/Sven Simon

Kühnhackl fällt nach einem Foulspiel auf das Eis. Das Spiel zwischen dem EV Landshut und dem ESV Kaufbeuren in der Saison 83/84 ging 10:2 aus.

© pa/Rauchensteiner/Augenklick

Kühnhackl für Deutschland auf dem Eis bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 1983

© pa/Rauchensteiner/Augenklick

Erich Kühnhackl 1988 mit Bundestrainer Xaver Unsinn

© pa/Rauchensteiner/Augenklick

1998: Kühnhackl trainiert die Bambinis vom EV Landshut, unter ihnen auch sein jüngster Sohn Tom

Trainer-Stationen und Privates

Nach seiner aktiven Laufbahn blieb Kühnhackl dem Eishockey als Trainer treu. Seine Trainerstationen waren unter anderem beim EV Landshut, der Deutschen Nationalmannschaft, den Eisbären Regensburg und den Straubing Tigers (bis 2007).

Erich Kühnhackl ist Witwer und Vater von drei Kindern. Er lebt in Landshut. Bei der Kommunalwahl 2014 bewarb er sich um ein Stadtratsmandat für die CSU und wurde von Listenplatz 43 auf Listenplatz 13, den ersten Nachrückerplatz, vorgewählt.

Neben seiner Trainerlaufbahn ist er der Namensgeber der Erich-Kühnhackl-Stiftung. Sie unterstützt Eishockey-Nachwuchsmannschaften.

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