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Einzelhandels-Beschäftigte trommeln in Kempten für ihre Sache | BR24

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Aus ganz Schwaben sind am Donnerstag rund 350 Einzelhandels-Beschäftigte nach Kempten gekommen. Sie machten ihrem Ärger darüber Luft, dass sie von ihrem Lohn aus ihrer Sicht kaum leben können.

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Einzelhandels-Beschäftigte trommeln in Kempten für ihre Sache

Arbeit im Schichtdienst und am Wochenende bei einem Gehalt, das aus Sicht von Arbeitnehmern oft kaum zum Leben reicht: In ganz Bayern haben am Donnerstag Einzelhandels-Beschäftigte bei Warnstreiks mitgemacht - auch in Schwaben.

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Rund 350 Beschäftigte sind am Donnerstag aus ganz Schwaben nach Kempten gefahren, um an einer zentralen Kundgebung der Gewerkschaft Verdi teilzunehmen. Damit wollen die Arbeitnehmervertreter den Druck bei den laufenden Tarifverhandlungen verstärken.

Verdi: Arbeitgeber-Angebot eine "Dreistigkeit"

Die Gewerkschaft verlangt einen Euro mehr pro Stunde für die Beschäftigten und 100 Euro mehr im Monat für die Auszubildenden. Außerdem möchte Verdi die Laufzeit des Tarifvertrags von 24 auf 12 Monate verkürzen.

Die bisherigen Angebote der Arbeitgeber nannte Schwabens Verdi-Streikleiterin Sylwia Lech "eine Dreistigkeit": "Würden wir darauf eingehen, würden die Kollegen einen Reallohnverlust erleiden und verarmen", sagte sie im Gespräch mit dem BR. Die Arbeitgeber haben bei den Verhandlungen ein Gehaltsplus von 2,5 Prozent für zwei Jahre angeboten.