| BR24

 
 

Bild

Schraudenbachbrücke: Eingestürtzer Neubau
© picture-alliance/dpa
© picture-alliance/dpa

Schraudenbachbrücke: Eingestürtzer Neubau

Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt hat ihre Ermittlungen gegen die Ingenieure der Autobahnbrücke bei Schraudenbach abgeschlossen und Anklage gegen den für die Berechnungen der Statik zuständigen Techniker sowie zwei weitere Ingenieure, die für die Prüfung der Statik zuständig waren, erhoben. Die Brücke war zwei Jahre zuvor eingestürzt.

Vorwurf: mangelnde Sorgfalt bei statischer Berechnung

Laut Staatsanwaltschaft sollen die drei Angeschuldigten durch mangelnde Sorgfalt bei der Erstellung bzw. Prüfung der statischen Berechnungen für den Einsturz des Traggerüstes der Schraudenbachbrücke verantwortlich sein. Ihnen wird fahrlässige Tötung und in 14 Fällen fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Nach dem von der Staatsanwaltschaft Schweinfurt eingeholten Gutachten ist als Einsturzursache des Traggerüstes während des Betonierens im "Bauabschnitt 3" ein Stabilitätsversagen einer Gerüststütze anzusehen. Verbindungselemente waren danach unterdimensioniert, wodurch es zum Einsturz kam. Laut Staatsanwaltschaft stimmten Statik und Ausführungsplanung nicht überein.

Einsturz der Schraudenbachbrücke am 15. Juni 2016

Im Zuge der Erneuerung der Talbrücke Schraudenbach war am 15. Juni 2016 ein Traggerüst eingestürzt. Ein Bauarbeiter fand dabei den Tod, insgesamt vierzehn Personen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Auf der Schraudenbachbrücke verläuft die A7.

Autoren

Marcus Filzek

Sendung

Regionalnachrichten aus Mainfranken vom 18.09.2018 - 14:30 Uhr