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Einsatz für Geflüchtete auf Moria - Kundgebung in Regensburg | BR24

© Seebrücke Regensburg

Kundgebung Moria brennt – "Evakuiert die Lager. Jetzt." in Regensburg

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    Einsatz für Geflüchtete auf Moria - Kundgebung in Regensburg

    Das Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos wurde durch ein Feuer fast vollständig zerstört. In Regensburg haben deshalb rund 200 Menschen an einer Kundgebung teilgenommen, um auf die katastrophale Lage aufmerksam zu machen.

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    Kundgebung von Initiative Seebrücke in Regensburg

    Die Initiative "Seebrücke Regensburg" hat am Mittwoch eine Kundgebung "Moria brennt – Evakuiert die Lager. Jetzt." ins Leben gerufen. Am Regensburger Rathaus schlossen sich rund 200 Menschen der Kundgebung an, um sich mit den Geflüchteten auf Moria zu solidarisieren, so ein Sprecher der Regensburger Seebrücke.

    "Was soll noch alles passieren, bis die Bundesregierung endlich aufhört das Leben Schutzsuchender als Spielball in einer menschenverachtenden Politik zu missbrauchen?" Emma Schneller von der Seebrücke Regensburg.

    "Schon vor dem Feuer war Moria eine Katastrophe - jetzt haben die Menschen dort nicht mal mehr ein Dach über dem Kopf. Deutschland kann und muss handeln. Die Menschen müssen jetzt evakuiert werden.", so Schneller

    Organisation Space-Eye schickt Soforthilfe

    Auch die Regensburger Hilfsorganisation Space-Eye unterstützt mit einer Hilfsaktion die Betroffenen des Brandes im Flüchtlingscamp Moria. Wie die Organisation am Donnerstag mitteilte, wollen sie bis zum Sonntag um 24 Uhr insgesamt 1.000 Schlafsäcke und 1.000 Hygiene-Packs sammeln. Darüber hinaus sammelt Space-Eye Geldspenden, um vor Ort Hilfsgüter zu kaufen. Schon nach wenigen Stunden seien rund 15.000 Euro gespendet worden, so ein Sprecher. Infos zur Sammelaktion hat die Hilfsorganisation Space-Eye auf ihrer Website veröffentlicht.

    Pro Asyl fordert Luftbrücke für Migranten aus Moria

    Pro Asyl verlangt nach dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos eine Luftbrücke nach Deutschland und in andere europäische Länder. Jetzt müssten die gleichen Maßnahmen ergriffen werden, "wie wenn sich über 10 000 europäische Touristinnen und Touristen in akuter Gefahr befänden", erklärte die Organisation am Donnerstag in Berlin. Zudem müssten Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen, die Versorgung mit Essen und Wasser sichergestellt und medizinisches Personal eingeflogen werden.

    Pro Asyl begrüßte Vorschläge, einen Teil der obdachlos gewordenen Migranten in Deutschland aufzunehmen. Das sei aber nicht ausreichend. Vielmehr müsse eine Lösung für alle etwa 12 500 Schutzsuchenden gefunden werden. Durch das Feuer in der Nacht zum Mittwoch wurde das Lager, das eigentlich nur auf 2800 Bewohner ausgelegt war, weitgehend zerstört. Die griechischen Behörden gehen von Brandstiftung aus.

    © Seebrücke Regensburg

    Mit Plakaten haben die Teilnehmer der Demo auf die katastrophalen Zustände im Camp Moria aufmerksam gemacht.

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