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Bundespolizei kontrolliert an der A93 beim Grenzübergang Kiefersfelden

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    Einreisekontrollen auf Corona-Tests: Das ist wichtig

    Seit Dienstag müssen Fluggäste schon bei der Einreise nach Deutschland ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen - egal, aus welchem Staat sie kommen. Bei der Einreise über Land gilt der Vorab-Test nur bei Hochrisikogebieten.

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    Von
    • Christoph Dicke

    Flug- und Transitgäste müssen bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorlegen und der darf nicht älter als 48 Stunden sein. Auch ein Selbsttest zählt nicht, es muss ein dokumentiertes Ergebnis eines vor Abflug/Abreise durchgeführten Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests sein. Die Airlines sind angewiesen, schon beim Check-in dieses medizinische Dokument zu prüfen und andernfalls die Mitnahme des Passagiers zu verweigern.

    Mindestkriterien für Testnachweise

    Bei der Einreise über Land wird - im Gegensatz zu Flugreisen - nach wie vor differenziert: Wer aus Risikogebieten kommt (mindestens 24 Stunden Aufenthalt dort), muss den Behörden in seinem Ziel-Landkreis innerhalb von 48 Stunden ein Testergebnis nachweisen.

    Wer aus Hochrisikogebieten einreist (vom RKI festgelegte Hochinzidenzgebiete und Virusvarianten-Gebiete), der muss bereits an der Grenze ein negatives Testergebnis nachweisen können, das nicht älter als 48 Stunden ist. Das prüft die Bundespolizei – in Stichproben.

    Das frei formulierbare Dokument muss folgende Mindestkriterien erfüllen:

    - auf die individuelle Person ausgestellt sein

    - eine Unterschrift der Teststelle im Ausland tragen

    - das Testverfahren plus Hersteller genau angeben

    - das Testergebnis eindeutig dokumentieren

    - das Testdatum enthalten

    - auf Englisch, Französisch oder Deutsch verfasst sein.

    (Angaben nach derzeitigem Stand)

    Offensichtlich gefälschte Testnachweise

    Die Bundespolizei kann die Angaben auf den Testnachweisen, für die es kein international gültiges Formblatt gibt, natürlich nur auf Plausibilität prüfen - ohne medizinisches Fachwissen. Die Beamtinnen und Beamten stoßen bei ihren Stichproben aber immer wieder auf gefälschte Nachweise.

    "Wir haben Fantasiedokumente gefunden mit erfundenen Ärzten. Es gibt Dokumente, bei denen das Datum mit Tipp Ex relativ schlecht gefälscht worden ist. Es gibt Kopien von Blankovorlagen, in die dann der Name eingetragen ist." Rainer Scharf, Bundespolizeiinspektion Rosenheim

    Örtliche Behörden prüfen Testnachweise

    Nach Ankunft im jeweiligen Landkreis erfolgt - elektronisch oder persönlich - eine Meldung an die örtlichen Behörden, die die Testnachweise dann noch einmal genauer prüfen - vor allem, ob die Testmethode richtig angegeben ist.

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) stellt klar: Bei "begründetem Verdacht eines Nichterfüllens von Test-Mindestkriterien, obliegt es grundsätzlich der zuständigen Behörde, Testergebnisse nicht anzuerkennen." Dann wird in der Regel eine sofortige Nachtestung angeordnet.

    Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung

    Ist der Nachweis gefälscht, gibt es nicht nur ein Bußgeld der Ordnungsbehörde, sondern auch ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung. Und das kann sehr teuer werden.

    Übrigens: Auch wenn Österreich das Bundesland Tirol wegen einer neuen Virusvariante seit heute wieder als Hochrisikogebiet einstuft - mit einer Testpflicht bei der Ausreise auch nach Deutschland: Auf bayerischer Seite gilt nach wie vor die Rückstufung Tirols auf ein "normales" Risikogebiet - mit einer Testnachweispflicht binnen 48 Stunden nach Einreise.

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